Argumentieren gegen Diskriminierungen im Schulungs- und Beratungskontext 4.2.26 (Online)

Diskriminierende, abwertende oder rechte Äußerungen treten häufig im Rahmen von Schulungen, Workshops und Beratungen zu sexualisierter Belästigung am Arbeitsplatz auf. Gerade in diesen Kontexten äußern Teilnehmende Abwehr, Relativierungen, Schuldumkehr oder offene Herabwürdigungen – etwa gegenüber Betroffenen, marginalisierten Gruppen oder Präventionsarbeit insgesamt. Diese Aussagen reichen von sexistischen „Witzen“ über rassistische oder queerfeindliche Kommentare bis hin zu der Infragestellung struktureller Machtverhältnisse.

Für Trainer*innen und Berater*innen stellen solche Situationen eine besondere Herausforderung dar: Sie entstehen in Präventionssettings, die Schutz und Sensibilisierung anstreben, während patriarchale, rassistische und heteronormative Machtverhältnisse weiterhin wirksam bleiben und in die Schulungssituation hineintragen. Diskriminierende und rechte Äußerungen wirken hier nicht als „Störung“, sondern als Ausdruck gesellschaftlicher Normalitäten, die sexualisierte Gewalt und Diskriminierungen relativieren, Betroffene delegitimieren und Verantwortlichkeiten verschieben.

Der Workshop setzt genau hier an. Er vermittelt, wie diskriminierende und rechte Äußerungen innerhalb von Schulungen zu sexualisierter Belästigung erkannt, eingeordnet und positionsstark adressiert werden können – machtkritisch, diskriminierungssensibel und intersektional. Ziel ist es, auch in herausfordernden Situationen handlungsfähig zu bleiben, klare Grenzen zu setzen und Präventionsarbeit wirksam und verantwortungsvoll zu gestalten.

Der Workshop wird von Methu Thavarasa durchgeführt. Methu Thavarasa ist freie*r Bildungsreferent*in und arbeitet im Rahmen von Fortbildungen und Prozessbegleitungen machtkritisch und intersektional zu Themen der Antidiskriminierung, Rassismuskritik und kritischen Diversität. Aus einer Eela Tamilischen Perspektive beschäftigt sich Methu an der Schnittstelle von formaler und non-formaler politischer Bildung, Kultur- und Politikwissenschaft mit den Kontinuitäten kolonialer Wissensproduktionen. Einen besonderen Schwerpunkt in Methu's Arbeit bildete dabei die positionierte Kommunikation/Argumentation gegen diskriminierende und rechte Diskursmuster, die gegenwärtige zivilgesellschaftliche und politische Themen und Narrative prägen und gängige Machtverhältnisse stabilisieren.

 

Methu Thavarasa | Politische Bildung Beratung Empowerment Moderation

Wann: 4.2.26

Zeit: 11-15 Uhr.

Wo:

Online
Die Weiterbildng wird mit dem Anbieter Zoom durchgeführt.
Der Link wird direkt mit der Anmeldebestätigung verschickt.

Anmeldeschluss ist der 28.01.2026

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Anmeldeschluss ist eine Woche vor dem gewählten Termin.

 

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