Medienberichterstattung zu Corona und geschlechtsspezifischer Gewalt

Die Einschränkungen, die die Auflagen zur Eindämmung des Corona-Virus mit sich bringen, können insbesondere für gewaltbetroffene Frauen gravierende Folgen haben. In der sowieso schon angespannten Situation die Wohnung, in der sie mit einem gewalttätigen Partner zusammenleben, nicht mehr verlassen zu können, kann lebensgefährlich sein. Zudem wird es schwieriger, sich online oder per Telefon Hilfe und Unterstützung zu holen, weil die Betroffenen nur selten alleine sind und permanent kontrolliert werden können.

Medien berichten verstärkt über die Folgen, die die Corona-Krise für gewaltbetroffene Frauen hat. Die Zeitung Die Welt hat mit bff-Mitarbeiterin Ceyda Keskin gesprochen und schreibt: Das eigene Zuhause ist für viele Frauen kein sicherer Ort.

In der taz wird Katharina Göpner zitiert: Der gewalttätige Partner verlässt die Wohnung nicht mehr, Anrufe bei Beratungsstellen sind kaum noch möglich. Sollte es hierzulande Ausgangssperren geben, befürchtet Göpner, werde die Situation noch krasser. Sie sehe zudem die Gefahr, dass auch Femizide zunehmen. Hier geht es zum taz-Artikel

Auch die Deutsche Welle berichtet zum Thema und hat mit bff-Geschäftsführerin Katja Grieger gesprochen: Coronavirus: Häusliche Gewalt und Kindesmissbrauch könnten zunehmen

Im Deutschlandfunk erklärt Jenny-Kerstin Bauer, warum häusliche Gewalt in der Corona-Krise zunehmen kann: Deutschlandfunk - Der Tag

Im SWR spricht bff-Referentin Jenny-Kerstin Bauer über die Möglichkeiten, die Betroffene haben sich Hilfe zu holen: Häusliche Gewalt in Zeiten von Ausgangssperren

Der bff hat gemeinsam mit anderen Verbänden ein Statement zur Coronakrise und zu den Folgen für Betroffene geschlechtsspezifischer Gewalt verfasst, das hier zu lesen ist: Wenn das Zuhause kein sicherer Ort ist.