Interview mit unserer Kollegin Patricia Gutsche: Peer-Beraterin aus dem SuSe-Projekt

Wie hast du den bff kennengelernt? Was machst du im bff?

Gutsche: Ich habe den bff durch meine Mitbewohnerin und Freundin kennengelernt. Sie hat von der Praktikumsstelle mitbekommen und meinte, dass ich mal eine Mail hinschreiben soll. Ich war gespannt auf eine neue Herausforderung und Erfahrung. Und habe mich deswegen beworben. Dann habe ich ein Praktikum angefangen. In diesem war ich Peer-Expertin. Durch das Praktikum habe ich einen Job beim bff bekommen. Und arbeite zwei Tage die Woche im bff als Peer-Expertin im Projekt SuSe. Ich bin Expertin für Leichte Sprache. Ich tausche mich mit anderen Peer-Expertinnen aus. Ich nehme an Schulungen teil. Ich erzähle von meinen Erfahrungen. Und weiß wie ist in einer Werkstatt zu arbeiten. Ich bin Vertrauensperson in der Werkstatt.

Wie heißt du?

Gutsche: Mein Name ist Patricia Gutsche und ich bin Peer-Expertin.

Was machst du im bff?

Gutsche: Ich bin Peer-Expertin im SuSe Projekt. Dort erzähle ich von meinen Erfahrungen und wie es ist in der Werkstatt zu arbeiten. Außerdem kann ich sagen, wenn Sachen in schwerer Sprache geschrieben sind. Ich nehme auch an Schulungen und Austauschtreffen teil. Auch dort kann ich von meinen Erfahrungen und von meinem Wissen erzählen. Ich tausche mich auch mit anderen Peer-Expertinnen aus.

Was machst du in der Werkstatt? Welche Aufgaben hast du da?

Gutsche: Ich arbeite in der Küche. Manchmal arbeite ich in der Ausgabe und gebe Frühstück und Mittagessen aus. Manchmal bin ich an der Spüle. Und zwischendurch koche ich in der warmen Küche. Neuen Mitarbeiter*innen helfe ich bei der Einarbeitung.

In unserem Schwerpunkt geht es um sexuelle Gewalt am Arbeitsplatz. Wir freuen uns mit dir in einen Austausch dazu zu kommen: Was könnte deine Werkstatt tun, damit ihr gemeinsam über das Thema sexuelle Gewalt am Arbeitsplatz sprechen könnt?

Gutsche: Die Chefs könnten sich mit den Mitarbeitenden zusammensetzen, um gemeinsam Ideen über das Thema sammeln zu können. Und dass man gemeinsam darüber spricht, was sexuelle Gewalt am Arbeitsplatz ist. Dass man Beschäftigte aufklärt. Und dass man gemeinsam Regeln aufstellt.

Was brauchst du, damit du dich in der Werkstatt sicher fühlst?

Gutsche: Es ist wichtig immer eine Ansprechperson zu haben! Und auch zu wissen, wer das überhaupt ist. Es ist wichtig sein Selbstbewusstsein zu stärken und für sich einstehen zu können. Ich brauche es, ernstgenommen zu werden. Vor allem von den Chefs.

Was wünschst du dir für die Zukunft?

Gutsche: Ich wünsche mir eine gute Zusammenarbeit beim bff, aber auch in der Werkstatt. Ich wünsche es mir ernstgenommen zu werden. Und weiter mehr Erfahrungen sammeln zu können. Ich wünsche mir, dass Frauen mit Behinderung mehr zugehört wird.

Was möchtest du Menschen sagen, die Gewalterfahrungen in der Werkstatt gemacht haben und Angst haben?

Gutsche: Es ist wichtig mit jemanden darüber zu reden und zu erzählen, was passiert ist. Und dass man sich Hilfe und Unterstützung holt. Gemeinsam kann man nach einer Lösung suchen. Man braucht sich dafür nicht schämen, weil man keine Schuld dafür trägt. Die Betroffenen sind nicht alleine.

Gibt es etwas Wichtiges, was du noch dazu sagen willst?

Gutsche: Gemeinsam kann man alles schaffen!

Vielen Dank.