Sexuelle Belästigung

Was tun? Wie helfen?

Es ist wichtig sich mit den eigenen Ängsten und Gefühlen von Unwohlsein auseinander zu setzen. Mit anderen darüber zu sprechen, kann helfen, den richtigen Umgang mit der Situation zu finden.

Unter Umständen führen Erfahrungen von Belästigung oder Bedrohung dazu, dass Frauen sich isolieren und aus Angst vor möglichen Übergriffen nicht mehr oder nur eingeschränkt am öffentlichen Leben teilnehmen.

Dieser Rückzug verstärkt in vielen Fällen vorhandene Ängste und steigert die Einschränkungen. Es ist daher wichtig, sich mit diesen Ängsten offensiv auseinanderzusetzen, um einen angemessenen Umgang damit zu finden.

Wenn sich eine Frau oder ein Mädchen unwohl oder unsicher fühlt, sollte sie ihrem Gefühl vertrauen und eine bedrohliche Situation bzw. einen Ort der Gefährdung verlassen. Wichtig ist auch, dass Frauen und ihre Freunde und Freundinnen aufeinander achten und sich gegenseitig unterstützen.

Es kann sehr hilfreich sein, über sexuelle Belästigungen und Bedrohungen zu sprechen. Mädchen und Frauen sind an diesen Belästigungen nicht schuld und es handelt sich auch nicht um Bagatellen. Sexualisierte Übergriffe im Alltag gehören zwar zur Erfahrung fast aller Mädchen und Frauen, sind jedoch genauso wenig individuelles Schicksal wie alle anderen Formen sexualisierter Gewalt.

Oft lösen sexualisierte Übergriffe Scham- und Schuldgefühle aus sowie Ärger darüber, sich nicht gewehrt zu haben. Dies ist ein Grund dafür, dass alltägliche Übergriffe weitgehend ignoriert werden und Frauen für ihren Schutz selbst verantwortlich bleiben. Erst durch die öffentliche Auseinandersetzung und allgemeine Ächtung dieser Übergriffe kann es langfristig zu Veränderungen kommen.

Die Unterstützung durch Freunde und Freundinnen oder professionelle Unterstützerinnen, wie Mitarbeiterinnen von Frauennotrufen oder Frauenberatungsstellen können hilfreich sein, um über Gewalterfahrungen zu sprechen und neue Möglichkeiten für die persönliche Sicherheit zu entwickeln.