Gewalt gegen Lesben

Was tun? / Wie helfen?

Wenn jemand von Gewalt betroffen ist, ist es wichtig, mit dem Erlebten nicht alleine zu bleiben, sondern sich Menschen anzuvertrauen, denen man vertraut. Das kann die beste Freundin oder der beste Freund sein, Familienmitglieder, aber auch Arbeitskolleg/innen oder die Hausärztin/ der Hausarzt.

Professionelle Hilfe gibt es bei Beratungseinrichtungen, Frauennotrufen und Lesbenberatungsstellen. In akuten Gewaltsituationen ist es ratsam, sich an die Polizei zu wenden.

Das Gewaltschutzgesetz gilt auch für gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften. Es ist geschlechtsneutral formuliert und gilt sowohl für heterosexuelle, verheiratete oder nicht verheiratete Paare, als auch gleichgeschlechtliche Paare oder Wohngemeinschaften.

Mit Partnerschaftsgewalt muss niemand alleine fertig werden. Professionelle Beratungsangebote unterstützen betroffene und bedrohte Frauen. In vielen größeren Städten gibt es spezielle Lesbenberatungsstellen, die oft auch Telefon-, oder Onlineberatung anbieten. Aber auch in anderen Frauenberatungseinrichtungen finden Lesben professionelle Hilfe. Beraterinnen unterstützen dabei, konkrete Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten, ein persönliches Sicherheitskonzept zu erstellen oder darin, die Gewalt aufzuarbeiten.

Wie helfe ich einer Betroffenen?

Wenn Ihre Freundin, Bekannte oder Arbeitskollegin sich Ihnen anvertraut und von einem Gewalterlebnis erzählt, ist es vor allen Dingen wichtig, dass Sie ihr zuhören und ihr glauben. Vielleicht haben Sie auch gewalttätiges Verhalten in der Beziehung beobachtet. Bieten Sie Hilfe und Unterstützung an, z.B. indem Sie eine Übernachtungsmöglichkeit anbieten oder die Begleitung zu einem Arzt/einer Ärztin oder zu einer Beratungsstelle. Sie können sich auch selbst an eine Beratungsstelle wenden und gemeinsam mit einer Beraterin mögliche Handlungsstrategien besprechen.