Sexuelle Übergriffe und Machtmissbrauch in Therapie und Beratung

Was tun?

Der Weg, den eine Frau einschlägt, um mit einem Missbrauch in der Therapie umzugehen und möglicherweise gegen den Therapeuten oder die Therapeutin vorzugehen, sollte allein von ihren eigenen Gefühlen, Wünschen und persönlichen Möglichkeiten abhängig sein.

Möglichkeiten zur Klärung und Maßnahmen, einer fortschreitenden Schädigung Einhalt zu gebieten, können folgende sein:

  • bei Zweifeln mit vertrauten Personen über das Geschehen in der Therapie zu sprechen,
  • eine Beratungsstelle aufzusuchen oder sich telefonisch und ggf. anonym beraten zu lassen,
  • sich von anderen Therapeut/-innen beraten zu lassen,
  • ggf. die Therapie abzubrechen und sich Unterstützung durch andere professionelle Stellen zu holen, wie andere Therapeut/-innen oder Beratungsstellen.

Möglichkeiten bei erfolgtem Missbrauch:

  • Das Schweigen brechen und über den Missbrauch zu sprechen, z.B. mit einer guten Freundin;
  • den Kontakt zu Frauen mit ähnlichen Erfahrungen zu suchen;
  • eine Therapeutin oder einen Therapeuten aufzusuchen, die Erfahrung mit sexualisierter Gewalt hat, um die Missbrauchserfahrung in einer Folgetherapie zu bearbeiten;
  • eine juristische oder berufsrechtliche Gegenwehr (Informationen);
  • eine Fachberatungsstelle aufzusuchen, die u.a. bei der Suche nach dem persönlich geeigneten Weg unterstützen kann sowie Adressen von erfahrenen Therapeut/-innen und Rechtsanwält/-innen vermittelt.