Sexueller Missbrauch

Täter/innen

Die Täter sind in den meisten Fällen Personen, die den Opfern bekannt sind. Deshalb haben es die Täter leicht. Sie nutzen gezielt Ängste, Scham- und Schuldgefühle. Es sind „ganz normale“ Männer und zu einem erheblich geringeren Anteil auch Frauen aus allen sozialen Schichten und allen Berufsgruppen.

Strategien der Täter/innen

Innerhalb der Familie haben es Täter leicht, Situationen zu nutzen oder Situationen herbeizuführen, um sexuelle Übergriffe vorzunehmen. Das Kind steht unter ihrer Verfügungsgewalt, sodass der Tagesablauf bekannt und kontrollierbar ist.

Täter, die außerhalb der Familie sexuell missbrauchen, versuchen z.B. durch Freundschaftsangebote und Geschenke das Vertrauen der Kinder zu gewinnen. Über sozial gebilligte Berührungen wird Körperkontakt hergestellt, der immer mehr sexualisiert wird und später in offene sexuelle Handlungen übergeht.

Die vermeintlich freiwillige Beteiligung der Mädchen und Jungen wird benutzt, um Schuldgefühle zu wecken und eine Aufdeckung zu erschweren. Die Annahme der Kinder, für die Konsequenzen einer Aufdeckung, z.B. die Bestrafung des Täters, das Auseinanderbrechen der Familie etc. verantwortlich zu sein, verhindert, dass sie sich an Vertrauenspersonen wenden. Täter nutzen gezielt diese Ängste, Schuld- und Schamgefühle, um unentdeckt zu bleiben.