Das EU-Projekt SNaP (Special Needs and Protection Orders) hat Schutzlücken für besonders schutz- und unterstützungsbedürftige gewaltbetroffene Frauen in den Blick genommen. Beteiligte europäische Länder waren neben Deutschland Österreich, Polen, Portugal und Irland.

In den Partnerländern wurden die nationalen Schutzmaßnahmen bei häuslicher Gewalt (= Gewalt in Partnerschaften= auf ihre Eignung und Effektivität für verschiedene Gruppen von Opfern mit besonderen Bedarfen untersucht. SNaP fokussierte daher auf Länderebene auf folgende Fragestellungen:

  • Welche Opfergruppen können über ihre „besonderen Bedarfe“ identifiziert werden?
  • Stehen ihnen die vorhandenen gesetzlichen Schutzregelungen in vollem Umfang zur Verfügung oder bestehen Limitierungen?
  • Welche alternativen oder ergänzenden Schutzmaßnahmen kommen zur Anwendung?
  • Worin bestehen Hindernisse für einen optimalen Opferschutz?
  • Welche Verbesserungsmöglichkeiten zu bestehenden Gewaltschutzmaßnahmen gibt es?

Dafür wurden zunächst in allen Ländern die gesetzlichen Regelungen und Daten zu Gewalt in Partnerschaften erhoben. Außerdem wurden die gesetzlichen Regelungen zum Schutz vor Gewalt im Nahumfeld erhoben sowie Interviews mit Expert_innen von Polizei, Justiz und NGOs geführt. Außerdem wurden in jedem Land mindestens 50 Akten von Fällen von häuslicher Gewalt analysiert hinsichtlich folgender Aspekte: 

  • soziodemografische Daten, Lebensgeschichte
  • Hilfsgesuche
  • Welche Unterstützung haben die Betroffenen erhalten?
  • Welche Haltung nahmen sie gegenüber der Strafverfolgung ein?

 

SNaP wurde gefördert durch die Europäische Kommission im Rahmen des Daphne III Programms und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Die Projektergebnisse für Deutschland können hier nachgelesen werden: