Zugang für alle!

Projektschritte und Maßnahmen

Es bleibt viel zu tun, damit der Zugang zu Beratung und Unterstützung für Frauen und Mädchen mit Behinderung barrierefreier wird. Folgende Schritte und Maßnahmen wurden im Projekt Zugang für alle! umgesetzt.

Beratung und Unterstützung für Beraterinnen in den Fachberatungsstellen

Für die Beratung und Unterstützung von Frauen und Mädchen mit Behinderung müssen Fachberatungsstellen ganz konkret Barrieren abbauen und Zugänge schaffen. Eine Öffnung des Unterstützungssystems ist wichtig.

Ein wichtiger Schritt ist, die Fachberatungsstellen kompetent zu machen und bei ihren Bemühungen um Barrierefreiheit zu unterstützen. Hier ist auch die Entwicklung zielgruppenspezifischer Angebote nennen.

Für Fachberaterinnen und auch weitere Interessierte wurden einige Materialien und Veröffentlichungen erstellt.

Wichtig ist zugleich die Sensibilisierung für die Thematik: Um mehr Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Frauen und Mädchen mit Behinderung besser vor Gewalt geschützt werden müssen und Beratung und Unterstützung brauchen.

Denn barrierefreie Zugänge allein reichen nicht aus. Spezifische Angebote der Fachberatungsstellen müssen Frauen und Mädchen mit Behinderung auch direkt ansprechen.

ein Text in Brailleschrift

Zugänge schaffen - Barrierefreie Informationen für Frauen und Mädchen mit Behinderung

Viele Frauen und Mädchen mit Behinderung, aber auch Professionelle und Bezugspersonen, wissen wenig über bestehende Unterstützungs- und Beratungsmöglichkeiten. Sie wissen nicht, wo sie sich hinwenden können, um Hilfe zu bekommen. Um dies zu ändern, wurden im Rahmen des Projekts Zugang für alle! einige zielgruppenspezifische barrierefreie Materialien erstellt:

  • Informationen in Leichter Sprache
  • Informationen in Deutscher Gebärdensprache
  • Informationen im Audioformat und in Brailleschrift

Frauen und Mädchen mit Behinderung sollen so besser darüber informiert werden, was alles Gewalt ist, wie sie sich wehren können und wo sie Hilfe und Unterstützung erhalten.

Kooperationen und Vernetzungen stärken

Zentral sind auch der Aufbau und die Verbesserung von Kooperationen und Vernetzungen mit Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie Vereinen und Verbänden der Selbsthilfe für Menschen und speziell Frauen mit Behinderung.

Für das Projekt Zugang für alle! wurde ein Beirat einberufen, der sich aus wichtigen Akteur/innen aus Politik, Selbstvertretungsvereinen und Wohlfahrtsverbänden zusammensetzt. Der Projektbeirat von Zugang für alle! hatte beratende Funktion und sollte die Arbeit des Projekts begleiten. So wurde eine Möglichkeit des Austauschs, der Kooperation und weiteren Vernetzung geschaffen.

Für das Recht auf ein Leben ohne Gewalt - Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Aktivitäten von 2010 - 2013:

Der bff setzt sich mit Zugang für alle! für die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung (BRK) ein.

Dafür war der bff Mitglied im Fachausschusses 2 „Freiheits- und Schutzrechte, Frauen, Partnerschaft, Familie und Bioethik“ des Staatlichen Koordinierungsmechanismus. Dieser ist beim Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen angegliedert. In insgesamt vier Fachausschüssen wurden verschiedene Themen bearbeitet, um konkrete Maßnahmen zur Umsetzung der BRK vorzuschlagen. Als ein Schwerpunktthema konnte Gewalt gegen Frauen mit Behinderung festgelegt werden.

Der bff ist mit Zugang für alle! auch Mitglied der BRK-Allianz. Die BRK-Allianz ist ein breites Bündnis von Organisationen der Zivilgesellschaft. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, den ersten Staatenbericht der Bundesrepublik Deutschland zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) mit einem „Parallelbericht“ kritisch zu kommentieren.

In der Allianz haben sich über 70 Organisationen zusammengeschlossen, die das gesamte Spektrum der behindertenpolitisch arbeitenden Verbände in Deutschland repräsentieren.

Wie der Staatenbericht soll der Parallelbericht dem UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Genf vorgelegt werden und die Lebenswirklichkeit der rund 10 Millionen jungen und alten Menschen mit Behinderungen in Deutschland darstellen.

Hier finden Sie weitere Informationen zur BRK-Allianz.

Der bff setzt sich dafür ein, dass die Situation gewaltbetroffener Frauen und Mädchen mit Behinderung auf politischer Ebene stärker Beachtung findet und zugleich konkrete Maßnahmen zur Prävention von Gewalt und Intervention bei Gewalt getroffen werden.