Häusliche Gewalt

Romane

„Und das soll Liebe sein? - Geschichte einer bedrohlichen Beziehung“ (Rosalind B. Penfold, 2006)

Sehr empfehlenswert, sowohl für BeraterInnen, Betroffene als auch für die, “die es nicht verstehen können“.
 

Warum tust Du mir das an? Gewalt in Partnerschaften (Marie-France Hirigoyen, 2008)

Die Autorin greift in ihrem Romanein Tabuthema auf: Gewalt in Partnerschaften. Anhand von zahlreichen Beispielen aus ihrer psychotherapeutischen Praxis zeigt sie, wie Gewaltverhältnisse sich anbahnen, welche Formen sie annehmen können und welche emotionalen Voraussetzungen Täter und Opfer mitbringen. Betroffenen bietet sie konkrete Hilfestellung und macht allen Mut, alltägliche Gewalt nicht hinzunehmen.
Aus dem Französischen von Irmengard Maria Gabler
 

Adeline, grün und blau (Michèle Minelli, 2009)

Adeline ist sich sicher: Wenn sie nur lange genug durchhält, wird Dave eines Tages schon merken, was er an ihr hat und endlich damit aufhören, sie zu verprügeln.
Aus Scham und Verwirrung über das, was ihr widerfährt, wagt Adeline lange nicht, mit ihrer Not nach außen zu treten. Ihre Welt wird zusehends kleiner und eingegrenzter, bis sie die Dinge um sich herum nur noch als zusammenhangslose Bruchstücke eines unverständlichen Schicksals wahrnehmen kann. Aus ihrer Versenkung wacht sie erst auf, als Dave sein Herrschaftsgebiet auf den gemeinsamen Sohn ausweiten will. Adeline weiß, nun müssen Warten und Hoffen ein Ende haben.
Ein Buch, das – ungeschminkt und beunruhigend geschrieben und manchmal zutiefst verstörend und fassungslos stimmend – noch lange in den Köpfen der Leserinnen und Leser nachhallen wird.
 

Eskimositten oder Wenn die Nacht sanft ihren Schleier über Dich wirft (Anna Lindt, 2015)

In dem Buch verlässt die Hauptfigur nach Jahren endlich ihren gewalttätigen Ehemann, ihr komplettes früheres Leben, sie flüchtet. Es ist für sie kein 'Neuanfang' sondern eine 'Schadenbegrenzung'. Im Lauf der Zeit soll sich das allerdings ändern, sie findet Geschmack an ihrem Leben als Herumtreiberin und noch wichtiger, sie ändert die Sicht auf sich selbst. In dem Buch werden sehr eindringlich die Gefühle und immer wiederkehrenden Ängste dieser Frau beschrieben. Obwohl es ein sehr ernstes Thema ist, endet das Buch mit einem Happyend. Hoffnung soll die Botschaft sein. Erhältlich als E-Book.