Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Behinderung

Ratgeber Prävention und Intervention

Ich will, ich kann, ich darf! Stärkende Arbeit für Mädchen und Frauen mit „geistiger Behinderung“. Ein Handbuch für MitarbeiterInnen aus der Behindertenhilfe. (AG Freizeit e.V. (Hrsg.), 2008)

 

SelbstBehauptungsTraining. Für Mädchen und Frauen mit geistiger Behinderung. Ein Handbuch. (AG Freizeit e.V. (Hrsg.), 2005)

Dieses Handbuch gibt zunächst eine Einführung in die Thematik Gewalt an Frauen und Mädchen mit sogenannter geistiger Behinderung. Einerseits wird auf die Identitätsentwicklung und die Entwicklung eines positiven Selbstwertgefühls beim Menschen eingegangen, andererseits auf die große Vulnerabilität von Mädchen und Frauen mit Behinderungen. Sie haben ein großes Risiko, (sexualisierte) Gewalt zu erfahren. Eine Möglichkeit der Prävention stellen Selbstbehauptungskurse dar: Für mehr Selbstbestimmung und das Kennenlernen der eigenen Stärke.

Sexualisierte Gewalt verhindern. Selbstbestimmung ermöglichen. Schutz und Vorbeugung für Mädchen und Jungen mit unterschiedlichen Behinderungen. (Amyna e.V - Institut zur Prävention von sexuellem Missbrauch (Hrsg.), 2009)

Das Buch gibt einen Überblick zur Thematik der sexualisierten Gewalt an Mädchen und Jungen mit Behinderungen sowie zur Situation von Mädchen und Jungen mit Behinderungen im Strafverfahren. Anschließend wird ausführlich auf Präventionsansätze und auf verschiedene Ebenen der Arbeit mit MitarbeiterInnen in Einrichtungen, Eltern, aber auch der Täterprävention eingegangen. 

Karla kann’s – Selbstbehauptung gegen Fremdbestimmung. Selbstverteidigung für Mädchen und Frauen mit Behinderung. (Hamburg: Autonom Leben e.V. (Hrsg.), 2003)

Selbstbehauptung, Selbstverteidigung und WenDo sind mittlerweile als Ansätze der Prävention (sexualisierter) Gewalt gegen Frauen mit und ohne Behinderungen anerkannt. Das Buch beschreibt einen Ansatz der Selbstverteidigung für Frauen und Mädchen mit Behinderungen - von Betroffenen für Betroffene. Die WenDo-Broschüre ist online verfügbar.

SELBST: Selbstbewusstsein von Mädchen und Frauen mit Behinderung (§44 SGB IX). Abschlussbericht. (Bundesministerium für Familie, Senioren Frauen und Jugend, 2005)

Das Projekt SELBST wurde von 2003-2006 vom BMFSFJ finanziert. Ziel des Projekts war es, ein Konzept für Übungen zur Stärkung des Selbstbewusstseins behinderter Frauen und Mädchen zu entwickeln, da diese besonders häufig von sexualisierter Gewalt, aber auch verschiedenen Formen der Diskriminierung und Benachteiligung betroffen sind. Der Abschlussbericht zu Selbstbewusstsein von Mädchen und Frauen mit Behinderung steht als Download zur Verfügung.

SELBST: Selbstbewusstsein von Mädchen und Frauen mit Behinderung (§44 SGB IX) – Erfahrungen – Erkenntnisse – Visionen. Dokumentation der Fachkonferenz am 14. – 15. Oktober 2005. (Bundesministerium für Familie, Senioren Frauen und Jugend)

Das Projekt befasst sich mit den Übungen zur Stärkung des Selbstbewusstseins, die im Sozialgesetz-buch IX im Jahr 2001 neu in den Rehabilitationssport aufgenommen wurden. Diese Leistungen in Form von Selbstbehauptungs- oder Selbstverteidigungskursen stellen Maßnahmen zur Prävention (sexualisierter) Gewalt dar. Die Dokumentation zu Selbstbewusstsein von Mädchen und Frauen mit Behinerung steht online zur Verfügung.

Übungsreihen für Geistigbehinderte - Konzepte und Materialien. Lehrgang D: lebenspraktisches Training: Mädchen Stark machen. Ideen, Anregungen und Möglichkeiten zur Selbstbehauptung. (Susanne Dank (Hrsg.), 2005)

Gehörlos – sprachlos – missbraucht?! Eine Unterrichtsreihe für die präventive Arbeit mit hörgeschädigten Mädchen und Jungen. (Anja Dietzel, 2002)

Dieses Buch mit dazugehöriger CD behandelt die Thematik des sexuellen Missbrauchs an hörgeschädigten und gehörlosen Kindern. Neben einer kurzen Einführung zur sexuellen Gewalt gegen Kinder wird auf die besonderen Lebensbedingungen und damit einhergehenden Risiko-faktoren und die hohe Vulnerabilität gehörloser Kinder eingegangen. Anschließend werden Signale und Folgen sexueller Übergriffe sowie Interventionsmöglichkeiten beschrieben. Im zweiten Teil stellt die Autorin die Ergebnisse einer Erkundungsstudie vor, in der sie LehrerInnen an Schulen für gehörlose Kinder und Jugendliche zur „Verbreitung und Prävention sexueller Gewalt“ befragt hat. Ergebnisse waren einerseits ein großes Interesse und eine vorhandene Sensibilität bei den Lehrer-Innen, gleichzeitig aber auch große Unsicherheiten und wenige Kenntnisse über Möglichkeiten und Ansätze der Prävention im Unterricht. Darauf aufbauend hat die Autorin selbst Materialien für den Einsatz im Unterricht entwickelt: „Ich bin stark“- Eine Unterrichtsreihe für die präventive Arbeit mit hörgeschädigten Mädchen und Jungen, die die Themen Selbstkonzept, Geschlechterrollen, mein Körper, Berührungen, Gefühle, Geheimnisse, sexuelle Gewalt, Nein sagen und Hilfe holen umfassen. Diese werden vorgestellt und die beigefügte CD enthält illustrierte Arbeitsblätter, die im Unterricht eingesetzt werden können.

Sexualerziehung bei Jugendlichen mit körperlicher und geistiger Behinderung. Unterrichtsmaterialien. (Cathrin Ehlers, 2006)

Diese Unterrichtsmaterialien sind in Leichter Sprache mit vielen Bildern verfasst und bieten praktische Unterrichtsmaterialien und Anregungen für den Sexualunterricht bei Jugendlichen mit körperlicher oder sogenannter geistiger Behinderung.

Sexuelle Selbstbestimmung und Gewalt bei Menschen mit geistiger Behinderung- Sexualpädagogische Konzepte und präventive Ansätze. Eine kommentierte Bibliographie/ Mediographie. (Jörg M. Fegert/ Claudia Müller (Hrsg.), 2001)

Jörg Fegert und Claudia Müller beschäftigen sich intensiv mit der Thematik der sexualisierten Gewalt bei Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung v.a. auch im institutionellen Kontext. Dieses Buch stellt präventive Ansätze und sexualpädagogische Konzepte für die Arbeit mit der Personengruppe zusammen.

Auch wir dürfen NEIN sagen!: Sexueller Mißbrauch von Kindern mit einer geistigen Behinderung. Eine Handreichung zur Prävention. (Maike Gerdtz, 2003)

Dieses Buch bezieht sich auf Kinder mit sogenannter geistiger Behinderung, die wenig beachtet, jedoch sehr häufig von sexueller Gewalt und sexuellem Missbrauch betroffen sind. Neben der Thematik des sexuellen Missbrauchs bei Mädchen und Jungen werden spezielle Risikofaktoren und mögliche Folgen bei Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung beschrieben. Nach einem allgemeinen Überblick über das Ausmaß, die Psychodynamik und die Interventionsmöglichkeiten bei sexuellem Missbrauch werden Möglichkeiten der Prävention dargelegt. Hier stellt die Autorin zunächst allgemeine Präventionsgrundsätze und anschließend spezielle Konzepte der Prävention sowie mögliche Unterrichtseinheiten in Förderschulen für Kinder mit sogenannter geistiger Behinderung vor.

Mutig, laut und selbstbewusst. Selbstverteidigung und Selbstbehauptung für Mädchen mit Behinderungen. Interaktive CD-Rom für Mac und PC. (Mädchentreff e.V. (Hrsg.), 2004)

Zu bestellen über info@maedchentreff-tuebingen.de

Anforderungen an Präventionsarbeit für Mädchen mit Behinderung. In: Raus aus der Nische! Prävention von sexuellem Missbrauch als fester Bestandteil pädagogischen Handelns. (Bärbel Mickler, 2003)

Bärbel Mickler beschäftigt sich seit langer Zeit intensiv mit der Thematik der sexualisierten Gewalt gegen Mädchen und Frauen mit Behinderungen und arbeitet bei ForUM e.V. in Hamburg, wo sie u.a. Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse für Mädchen und Frauen mit Behinderungen anbietet. Diese stellen eine sehr wichtige Möglichkeit der Prävention sexualisierter Gewalt dar.

Konzept zur Kriminalitätsverhütung - Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen. Abschlussbericht der Arbeitsgruppe 14. Kiel. (Rat für Kriminalitätsverhütung (Hrsg.), 2003)

Die Arbeitsgruppe 14 „Gewalt gegen Menschen mit Behinderung” des Rates für Kriminalitätsverhütung in Schleswig-Holstein hat sich zum Thema der (sexualisierten) Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen gegründet, um die besonderen Bedingungen von Gewalt gegen Menschen mit Behinderung differenzierter zu beschreiben, gewaltfördernde Bedingungen zu analysieren und letztendlich Perspektiven zur Gewaltreduzierung bzw. Gewaltvermeidung für die Politik zu formulieren. Der Abschlussbericht zum Konzept zur Kriminalitätsverhütung ist online verfügbar.

Sexueller Mißbrauch von Kindern. Ansätze einer Prävention für die Sonderschulpädagogik. (Sylvia Seligmann, 1996)

Das Buch behandelt das Thema des sexuellen Missbrauchs von (körper-)behinderten Kindern und Jugendlichen sowie Möglichkeiten der Prävention. Es werden detaillierte fachliche Hintergrund-informationen über sexuellen Missbrauch und ein historischer Überblick gegeben. Außerdem wird ein praxisleitendes Konzept für den Unterricht mit körperbehinderten Kindern und Jugendlichen erarbeitet, in dem Interventionsmaßnahmen und präventive Aspekte erläutert werden.

Gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und Frauen mit Körperbehinderung. Ein Handbuch für Prävention und Beratung. (Wildwasser Freiburg e.V. (Hrsg.), 2002)

Dieses Buch richtet sich an Professionelle, wie beispielsweise Beraterinnen in der Arbeit mit Menschen mit Körperbehinderungen und bietet Tipps für die Beratung und Ansätze der Prävention.