Sexueller Missbrauch

Für Pädagog/innen und professionell Tätige

Handreichung: Sexueller Missbrauch als Thema im Unterricht der Grundschule mit dem Ziel der Prävention. (Fachberatungsstelle Violetta, 2007)

Handreichung für Lehrerinnen und Lehrer (ab Klasse 3). Unterrichtseinheit Grundschule - 14,10 kb - Hannover 2007. Informationen und Bestellmöglichkeit unter

www.violetta-hannover.de

Grenzverletzungen – Institutionelle Mittäterschaft in Einrichtungen Sozialer Arbeit (Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit. Fachhochschule Frankfurt am Main (Hrsg.), 2011)

In der aktuellen öffentlichen Debatte über Grenzverletzungen wird dieser Begriff häufig mit sexuellem Missbrauch gleichgesetzt. Wie wichtig jedoch ein differenzierter Umgang mit dem Thema Grenzverletzungen ist, der auch die Themenfelder Gewalt, sexuelle Selbstbestimmung und Grenzüberschreitungen in der Pflege mit einbezieht, zeigt die nun vorliegende Publikation des Fachbereiches Soziale Arbeit und Gesundheit der Fachhochschule Frankfurt/Main.
Darin werden Grenzverletzungen differenziert und aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Es werden institutionelle Strukturen aufgezeigt, die Grenzüberschreitungen begünstigen, wie z. B. diffuse Team- und Leitungsstrukturen, bei der Zusammenarbeit mit Jugendämtern oder Eltern oder dem Umgang mit Nähe und Distanz. Neben Beispielen für ein gelungenes berufliches Handeln im Umgang mit sexuellen Themen enthält der Band auch Berichte von Betroffenen, die Gewalt und sexualisierte Gewalt in Erziehungseinrichtungen erlebt haben. Hierbei werden die manipulativen Strategien beschrieben, mittels derer die TäterInnen Grenzverletzungen begehen und welche Mechanismen die Opfer dazu bringen, die Schuld für das Geschehene bei sich selbst zu suchen.
Darüber hinaus werden Antworten auf Fragen gesucht wie z.B. Wie gehen Fachkräfte und Institutionen mit Machtbeziehungen, Körperlichkeit und Sexualität in der Sozialen Arbeit um? Welche Möglichkeiten gibt es in der Ausbildung von SozialarbeiterInnen, die Wahrnehmung von Grenzverletzungen zu schulen? Und wie können Institutionen Grenzverletzungen durch organisatorische Maßnahmen aufdecken und ihnen entgegen wirken?
Die hier versammelten Beiträge, u.a. von Barbara Kavemann, Claudia Burgsmüller, Julia Zinsmeister und Thomas Röhl sind das Ergebnis einer Tagung, die im Herbst 2010 an der Fachhochschule Frankfurt/Main stattgefunden hat und leisten einen unverzichtbaren Dienst für alle, die sich professionell mit dem Thema Grenzverletzungen in Institutionen auseinandersetzen wollen. Die gut lesbaren Beiträge richten sich gleichermaßen an PraktikerInnen in der Sozialen Arbeit, die Wege für einen gelingenden beruflichen Umgang mit den Grenzen ihrer KlientInnen suchen als auch an Ausbildungseinrichtungen, die Fachkräfte für das Thema Grenzverletzungen sensibilisieren wollen.

Mit mir nicht. Mit dir nicht. Jugendliche und sexuelle Gewalt: informieren, hinterfragen, schützen. (Jael Bueno u.A., 2008)

Das Handbuch stellt Lehrkräften und Fachleuten aus der Jugendarbeit ein Instrumentarium zur Verfügung, um das Thema der sexuellen Gewalt in ihren Klassen und Jugendgruppen in aufbauenden
Schritten zu bearbeiten und Abwehrstrategien sowie Präventionsmöglichkeiten zu vermitteln. Es zeigt auf, wie Jugendliche Übergriffe vermeiden und sich zur Wehr setzen können. Neben geschlechtsspezifischen Aspekten wird der Migrationskontext speziell berücksichtigt.

Gehörlos – sprachlos – missbraucht?! Eine Unterrichtsreihe für die präventive Arbeit mit hörgeschädigten Mädchen und Jungen (Anja Dietzel, 2002)

Dieses Buch mit dazugehöriger CD behandelt die Thematik des sexuellen Missbrauchs an hörgeschädigten und gehörlosen Kindern. Neben einer kurzen Einführung zur sexuellen Gewalt gegen Kinder wird auf die besonderen Lebensbedingungen und damit einhergehenden Risikofaktoren und die hohe Vulnerabilität gehörloser Kinder eingegangen. Anschließend werden Signale und Folgen sexueller Übergriffe sowie Interventionsmöglichkeiten beschrieben. Im zweiten Teil stellt die Autorin die Ergebnisse einer Erkundungsstudie vor, in der sie Lehrer/innen an Schulen für gehörlose Kinder und Jugendliche zur „Verbreitung und Prävention sexueller Gewalt“ befragt hat. Ergebnisse waren einerseits ein großes Interesse und eine vorhandene Sensibilität bei den Lehrer/innen, gleichzeitig aber auch große Unsicherheiten und wenige Kenntnisse über Möglichkeiten und Ansätze der Prävention im Unterricht. Darauf aufbauend hat die Autorin selbst Materialien für den Einsatz im Unterricht entwickelt: „Ich bin stark“- Eine Unterrichtsreihe für die präventive Arbeit mit hörgeschädigten Mädchen und Jungen, die die Themen Selbstkonzept, Geschlechterrollen, mein Körper, Berührungen, Gefühle, Geheimnisse, sexuelle Gewalt, Nein sagen und Hilfe holen umfassen. Diese werden vorgestellt und die beigefügte CD enthält sehr schön illustrierte Arbeitsblätter, die im Unterricht eingesetzt werden können.