Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz – Was ist zu tun? #MeToo

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz – Was ist zu tun? #MeToo

Damit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz etwas entgegengesetzt werden kann, ist zweierlei notwendig:
1) zu wissen, wie im konkreten Fall eines Vorfalls gehandelt werden muss
2) präventiv vorgehen.

Dabei sind alle in einem Unternehmen dafür verantwortlich, dafür zu sorgen, dass sexuelle Belästigung keine Chance hat. Eine besondere Verantwortung tragen jedoch diejenigen Personen, die in leitenden und personalverantwortlichen Positionen tätig sind. Sie müssen dafür sorgen, dass im Unternehmen eine Haltung stark gemacht wird und sich eine Kultur entwickelt, die ganz klar macht, dass sexuelle Belästigung nicht geduldet wird, dass Betroffene Hilfe erhalten und dass Täter sanktioniert werden. Um das zu erreichen, müssen Mitarbeitende sensibilisiert und informiert werden und die Führungsebenen müssen sich zusätzlich zum Thema fortbilden, damit sie überhaupt wissen, welche Pflichten sie laut AGG haben und welche Strukturen sie im eigenen Unternehmen etablieren müssen, damit sinnvoll gegen sexuelle Belästigung vorgegangen werden kann.

Es braucht Öffentlichkeitsarbeit zum Thema,

es braucht Ansprechpersonen,

es braucht Wissen über Vorkommen und Folgen sexueller Belästigung,

es braucht Wissen über Beratungsmöglichkeiten für Betroffene
und eine ganz klare Haltung.

Offen über sexuelle Belästigung zu sprechen und etwas dagegen zu tun, ist kein Makel, sondern ein Qualitätsmerkmal. Unverantwortlich ist es, das Ausmaß von Belästigung und sexualisierter Gewalt zu ignorieren.

Beratungsstellen sind da für Betroffene und Unterstützer*innen aber begleiten auch Betriebe darin, sich zum Thema aufzustellen und ihre Verantwortung zu übernehmen.
Fachberatungsstellen gibt es bundesweit, viele sind Mitglied im bff und arbeiten nach unseren Qualitätsstandards und Ethikrichtlinien.
In unsere Datenbank sind bundesweit Fachberatungsstellen verzeichnet.

Wissen über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und Handlungsstrategien im Umgang damit, gibt es außerdem in unserem Handbuch „Sexuelle Diskriminierung, Belästigung und Gewalt in der Arbeits- und Ausbildungswelt: Recht und Realität“.

Zurück