K.o.-Tropfen

Mythen/Tatsachen/Zahlen

Nicht immer liegt der Verdacht auf die Verabreichung von K.o.-Tropfen sofort nahe. Oft scheinen betroffene Frauen und Mädchen für sich selbst und andere Personen einfach alkoholisiert oder unter anderen Drogen stehend. Wenn die Menge des konsumierten Alkohols in keinem Verhältnis zum Grad der Bewusstseinsstörung beziehungsweise zum gesamten Beschwerdebild passt, sollte auch an K.o.-Tropfen gedacht werden.

Die fehlenden Erinnerungen sind ein großes Problem, wenn Frauen und Mädchen unter der Wirkung der K.o.-Tropfen vergewaltigt oder sexuell missbraucht wurden. Sie wachen an Orten auf, die sie nicht kennen oder wissen nicht, wie sie dorthin gelangt sind und was in den letzten Stunden vorgefallen ist.

Die Betroffenen können – wie bei anderen Sexualstraftaten auch – posttraumatische Symptome entwickeln, auch wenn sie keine Erinnerung an das Geschehen haben. Aufgrund der mangelnden oder nur teilweisen Erinnerung an den Vorfall kann das Opfer die Beschwerden nicht zuordnen. Dies stellt eine zusätzliche Belastung dar.