Suse - sicher und selbstbestimmt

Materialien und Veröffentlichungen

Zugang für alle!

Im Projekt Zugang für alle! wurden bereits viele Materialien entwickelt. Es entstanden Materialien für Frauen und Mädchen mit Behinderung und Informationen für Beraterinnen und Interessierte. Außerdem wurden Stellungnahmen zu verschiedenen Themen veröffentlicht.

Bilderset Leichte Sprache

Der bff hat Anfang 2014 ein Bilderset veröffentlicht, das die Beratung von Frauen und Mädchen mit Lernschwierigkeiten oder einer so genannten geistigen Behinderung unterstützen soll. Gehörlose oder sprachbehinderte Frauen und Mädchen kann das Bilderset ebenso in der Kommunikation unterstützen wie Frauen und Mädchen, die nicht gut Deutsch sprechen oder verstehen.

Die Bilder decken ein breites Themenfeld ab und sind in die Kategorien Gefühle, Situationen, Personen, Liebe/Sex, Beratung, Gewalt, Justiz/Polizei und Sonstiges unterteilt.

Die insgesamt 60 Bilder dienen der Gesprächsanregung, als Assoziationsquelle oder Übersetzungshilfe. Wie die Bilder eingesetzt werden, bleibt den ratsuchenden Frauen und Mädchen und den Beraterinnen überlassen, hier gibt es kein „richtig“ oder „falsch“.

Das Bilderset ist momentan leider vergriffen.

Suse - Informationsflyer

Der Flyer informiert in Alltagssprache und Leichter Sprache über das Projekt "Suse - sicher und Selbstbestimmt. Frauen und Mädchen mit Behinderung stärken."

Beide Versionen sind als barrierefreie PDFs zum herunterladen verfügbar.

In Alltagssprache:

In Leichter Sprache:

Suse-Pressemitteilungen

bff: Pressemitteilung zum 5. Mai 2014 - Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung.

Behinderte Frauen und Mädchen noch immer stark von Gewalt betroffen:

bff initiiert regionale Netzwerke gegen Gewalt und unterstützt den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung.

Regionen in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sind Teil des neuen bff-Projekts „Suse – sicher und selbstbestimmt“.

 „Das war für mich alltäglich … , dass körperliche Gewalt und auch geistige Gewalt einfach zum Leben gehört und ich mir da auch nie Gedanken drüber gemacht hab“, sagt eine Teilnehmerin einer Studie, die 2012 das Ausmaß der Gewalt gegen Frauen mit Behinderung sichtbar gemacht hat:[1]

Etwa jede zweite Frau mit Behinderung erlebt in ihrem Leben sexualisierte Gewalt, fast doppelt so häufig wie Nichtbehinderte erfahren behinderte Frauen körperliche und psychische Gewalt. Die Studie war ein Weckruf für Politik und Behindertenhilfe. Doch noch immer gibt es zu wenige konkrete Gegenmaßnahmen.

Aus diesem Grund hat der bff: Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe das Projekt „Suse – sicher und selbstbestimmt“ gestartet. Der bff arbeitet in den kommenden drei Jahren mit fünf Regionen zusammen, in denen inklusive Kompetenz-Netzwerke gegen Gewalt initiiert werden sollen: In Schleswig-Holstein (Region Ost-Holstein), in Nordrhein-Westfalen (Meschede – Hochsauerlandkreis), in Niedersachsen (Stadt und Landkreis Göttingen) und in Hessen (Wetteraukreis und Landkreis Marburg-Biedenkopf).

Behinderte Frauen und Mädchen, die Gewalt erlebt haben, nutzen zu selten die Angebote der Fachberatungsstellen. Das liegt an Barrieren und fehlenden Informationen, aber auch an mangelnder Vernetzung: „Fachkräfte der Behindertenhilfe kennen sich mit den Angeboten der Anti-Gewalt-Arbeit oft nicht aus, und Beraterinnen wissen zu wenig über das Leben behinderter Frauen“, so die Suse-Projektmitarbeiterin Rebecca Maskos.     

„Nur wenn bestehende Hilfesysteme sich öffnen und alle zusammenarbeiten, kann Inklusion zur Realität werden“,ergänzt Projektkollegin Katharina Göpner. Das inklusive, von der Aktion Mensch geförderte Projekt „Suse – sicher und selbstbestimmt“ soll viele Akteure zusammenbringen: Zum Beispielbetroffene Frauen, Beraterinnen, Mitarbeiter/innen aus Wohnheimen und Werkstätten der Behindertenhilfe, Ärzt/innen und Therapeut/innen.

V.i.S.d.P.: Silvia Zenzen


[1]„Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland“ (2012), Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) (Hrsg.).

Die Pressemitteilung als PDF finden Sie hier: