Bedarfsorientierte Unterstützung von Betroffenen von Partnerschaftsgewalt

INASC steht für „Individuell bedarfsorientierte Unterstützung der Opfer von Partnergewalt durch Polizei und Justiz“ (‚Improving Needs Assessment and Victims Support in Domestic Violence Related Criminal Proceedings‘): www.inasc.org. Das Projekt wurde von der europäischen Kommission gefördert und war international angelegt. Deutsche Projektpartner waren zoom e.V. und die Deutsche Hochschule der Polizei (DHPol). Der bff war Mitglied im Projektbeirat dieses sehr spannenden Projekts, welches im März 2016 geendet ist.

Im Projekt ging es darum, die Unterstützung von weiblichen Betroffenen von Partnergewalt in Strafverfahren und bei der Strafverfolgung zu verbessern. Für das Projekt INASC waren dabei die neuen Bemühungen zur Stärkung von Opfern in Strafverfahren der Anlass zu untersuchen, welche Erfahrungen von häuslicher Gewalt Betroffene mit Polizei und Justiz machen und welche Bedarfe und Bedürfnisse sie diesbezüglich haben. Die Stärkung der Rechte von Opfern ist in der EU-Opferschutzrichtlinie festgeschrieben.  Die Opferschutzrichtlinie 2012/29/EU der Europä­ischen Union vom 25. Oktober 2012 etabliert in einem neuen Umfang Mindeststandards für die Rechte, die Unterstützung und den Schutz von Opfern von Strafta­ten, wobei besondere Vorschriften für gewaltbetroffene Menschen gelten, die auf­grund ihrer Beziehung zum Täter gefährdet sind. Die Richtlinie hat auch in Deutschland zu rechtlichen Anpassungen geführt. Ein Ziel des Projekts war es, die nationale Umsetzung der EU-Opferschutzrichtlinie zu beeinflussen.

Im Rahmen des internationalen Projekts INASC ist eine Veröffentlichung (Broschüre/ Toolkit) entstanden. In der Broschüre werden die EU-Opferschutricht­linie und gesetzliche Anpassungen auf Bundesebene vorgestellt.

Die Broschüre zum Download:

 

Im Juli 2016 wurde der Forschungsbericht zum Projekt INASC veröffentlicht. Der Bericht stellt Methoden und Befunde der Aktenanalyse und Befragungen von Fachkräften und gewaltbetroffenen Frauen ausführlich dar und ist unter  http://www.inasc.org/reports.php verfügbar, ebenso die Kurzversion und die englische Version.

Auf der gleichen Seite befinden sich ebenfalls die englischsprachigen und nationalsprachlichen Berichte aus allen anderen beteiligten Ländern und zudem ein englischsprachiger Vergleichsbericht über die Ergebnisse aus allen fünf Ländern.

Der Forschungsbericht in einer Lang- und Kurzfassung ist hier als PDF zu finden: