Häusliche Gewalt

Prävention

Bildung und ökonomische Gleichstellung können dazu beitragen, häusliche Gewalt zu reduzieren.

Lange Zeit wurde Gewalt im häuslichen Bereich oder in engen Beziehungen als Privatangelegenheit betrachtet. Das hat sich mittlerweile verändert. Das Inkrafttreten des Gewaltschutzgesetzes im Jahre 2002 hat zum Beispiel deutlich gemacht: Es gibt ein Recht auf Schutz, auch wenn die Gewalt im privaten Raum stattfindet. Häusliche Gewalt ist ein gesellschaftliches Problem und wird sanktioniert. Diese Botschaft an die Täter muss weiter verbreitet werden und kann zu einer Reduzierung dieser Gewalt beitragen.

Frühzeitige Intervention bei häuslicher Gewalt kann verhindern, dass es zu weiterer Gewalt kommt.

Eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nennt als gewaltpräventive Faktoren den Bildungstand und die finanzielle Autonomie der Frauen sowie den Grad der persönlichen Stärkung und der sozialen Unterstützungen, die sie erfahren. Der Grad der ökonomischen Ungleichheit zwischen Männern und Frauen ist gemäß der WHO ein Indikator für Partnergewalt. Es ist somit ein wichtiger Bestandteil für die Prävention von häuslicher Gewalt, dass Frauen ökonomisch den Männern gleichgestellt werden.

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