Gewalt gegen Frauen

Mitbetroffene Kinder

Gewalt gegen Frauen betrifft immer auch ihre Kinder. Dazu müssen die Kinder nicht einmal während der Gewalttat anwesend sein oder diese indirekt mitbekommen.

Auch Kinder von Frauen, die Gewaltopfer durch fremde Täter werden, sind von der Gewalt mitbetroffen, etwa dadurch, dass die Mutter psychische Probleme wie Ängste oder Depressionen bekommt, in eine Klinik muss oder in eine andere Stadt umzieht.

Kinder, die häusliche Gewalt miterleben, tragen nicht selten schwere Beeinträchtigungen davon, auch dann, wenn sie selbst nicht direkt Opfer von Gewalt werden.

Das Erleben von Gewalt gegen die Mutter beeinflusst das Bild von Vater und Mutter sowie die Beziehung zu ihnen. Die Kinder fühlen sich angesichts der Gewalt des Vaters und der Ohnmacht der Mutter hilflos und ausgeliefert. Oftmals fühlen sie sich auch verantwortlich für das, was passiert, oder fühlen an dem was geschehen ist eine Mitschuld. Sie wollen die Mutter oder ihre jüngeren Geschwister schützen, haben aber Angst einzugreifen. Oder sie versuchen sich einzumischen und werden dann selbst misshandelt. Kinder, deren Mütter Gewalt erlebt haben, haben einen eigenständigen Unterstützungsbedarf.