Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Behinderung

Gender und Behinderung

Unbeschreiblich weiblich!? Frauen unterwegs zu einem selbstbewussten Leben mit Behinderung. (Gerlinde Barwig/ Christiane Busch (Hrsg.), 1993)

Ein Buch von behinderten Frauen, ein emanzipatorisches Buch und zugleich eine Kritik am Feminismus, der die besonderen Bedürfnisse und Probleme behinderter Frauen lange Zeit nicht ausreichend berücksichtigte.

KörperSpuren: Zur Dekonstruktion von Körper und Behinderung in biographischen Erzählungen von Frauen. (Claudia Franziska Bruner, 2005)

In diesem Buch der Disability Studies greift die Autorin die Kategorien Behinderung und Geschlecht auf und verbindet theoretische Ansätze von Gender und Disability mit Erfahrungen und Erzählungen behinderter Frauen. Ausgangspunkt ist, dass als »behindert« geltende Körper sozial und kulturell hervorgebracht werden und zugleich immer vergeschlechtlicht und sozial klassifiziert sind. Dies hat einschneidende Auswirkungen auf die Lebensrealität und Diskriminierungserfahrungen behinderter Frauen.

LIVE. Leben und Interessen vertreten - Frauen mit Behinderung. (BMFSFJ, 2000)

Das Forschungsprojekt wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren Frauen und Jugend von Oktober 1996 bis September 1998 gefördert. Die befragte Zielgruppe waren Frauen mit Körper- und Sinnesbehinderungen im Alter von 16 bis 60 Jahren, die selbständig in Privathaushalten leben.

Einmischen. Mitmischen. Informationsbroschüre für behinderte Mädchen und Frauen. (BMFSFJ, 2003)

Diese Broschüre gibt einen umfassenden Überblick zur Lebenssituation von Mädchen und Frauen mit Behinderungen in Deutschland von der Kita, über die Ausbildung, Beruf bis zum Alter. Weitere Themen sind rechtliche Grundlagen für Menschen mit Behinderungen und auch sexualisierte Gewalt bei Mädchen und Frauen mit Behinderungen. Die Broschüre Einmischen. Mitmischen. ist online verfügbar und kann bestellt werden unter publikationen@bundesregierung.de

„Fritz und Frida“, Zeitung zum Projekt „Frauen sind anders – Männer auch!“. In Leichter und Schwerer Sprache (Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte (Hrsg.), ab 2008)

Online ein Probeheft von Fritz und Frida bestellen oder direkt bei: BVKM, Anne Ott und Fabian Schwarz, Brehmstr. 5-7, 40239 Düsseldorf, Telefon: 0211-64004-21, Fax: 0211-64004-20, anne.ott@bvkm.de, fabian.schwarz@bvkm.de
 

So seh ich meine Welt. Frauen mit geistiger Behinderung tauschen sich aus (R. Czarski u.a., 1999)

Ein Buch von Frauen mit Behinderungen über ihre Lebensrealität und ihren Lebensalltag.
 

Geschlecht behindert. Besonderes Merkmal Frau (Theresia Degener u.a. (Hrsg.), 1985)

Das Buch wurde von behinderten Frauen geschrieben und ist ein Klassiker zum Thema Frauen mit Behinderungen. Es werden unterschiedliche Aspekte des Lebens von Frauen mit Behinderungen beleuchtet, darunter die Themen Körper, Sexualität und Attraktivität, Partnerschaft und Kinder, aber auch Abtreibung oder Berufschancen.

25 Jahre Bewegung behinderter Frauen. Erfahrungen, Anekdoten, Blitzlichter aus den Jahren 1981-2006 (Brigitte Faber, Martina Puschke (Hrsg.), 2007)

Es beschreibt aus Sicht zweier frauen- und behindertenpolitisch-bewegter Frauen Entwicklungen, Veränderungen und Erfahrungen in den letzten 25 Jahren. Das Buch kann bestellt werden unter: www.weibernetz.de

Frauen stärken sich – Empowermentprozesse von Frauen mit Behinderungserfahrung (Stephanie Goeke, 2010)

Diese Dissertation zeigt, wie unterschiedlich Frauen mit Behinderungserfahrungen ihren individuellen Empowermentprozess auffassen und wie sehr sich individuell die Vorstellung von Selbstermächti-gung im Lebenslauf bei sich entwickelnder Reflexionsbereitschaft und Reflexionsfähigkeit verändert. Die interviewten Frauen entwickeln eigene, subjektive Vorstellungen, die sich auch ständig weiterentwickeln. Das Buch gibt Impulse für die professionelle Praxis mit Frauen mit Behinderungen und legt den Handlungsbedarf für eine gendersensible Soziale Arbeit mit behinderten Frauen und Männern offen

Tabu oder Normalität? Eltern mit geistiger Behinderung und ihre Kinder (Ursula Pixa-Kettner, Stefanie Bargfrede (Hrsg.), 2006)

Dieses Buch behandelt das lange Zeit tabuisierte Thema der Elternschaft von Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung und Möglichkeiten der Unterstützung.

Und dann waren sie sauer auf mich, dass ich das Kind haben wollte. Untersuchung zur Lebenssituation geistig behinderter Menschen mit Kindern in der BRD (Ursula Pixa-Kettner, 1996)

Diese Untersuchung war die erste in Deutschland zur Elternschaft von Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung. Lange Zeit wurde dieses Thema tabuisiert, schwangeren Frauen zur Abtreibung geraten oder Muttter und Kind nach der Geburt getrennt. In Interviews mit Betroffenen werden Schwierigkeiten, Unwissenheiten und Unsicherheiten bezüglich Schwangerschaft, Geburt und Kindererziehung sowie Möglichkeiten der Unterstützung thematisiert.

Mit uns ist zu rechnen - doch wir brauchen noch einen langen Atem. Selbsthilfeinitiativen, Projekte und Angebote von/für Frauen mit Behinderung (Martina Puschke, 1998)

Martina Puschke von Weibernetz e.V. ist eine Kennerin der Behindertenbewegung und der Frauenbewegung behinderter Frauen. Das Buch enthält und beschreibt Angebote und Projekte speziell für Frauen mit Behinderungen.

Behinderung: Frauenforschung in der Behindertenpädagogik (Ulrike Schildmann, 2004. In: Ruth Becker/Beate Kortendiek (Hrsg.): Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung)

Ulrike Schildmann beschäftigt sich in ihrer Forschungstätigkeit intensiv mit den Schwerpunkten Behinderung und Geschlecht und eben auch der historischen Entwicklung und aktuellen Frauenforschung in der Behindertenpädagogik.

Normalität, Behinderung und Geschlecht: Ansätze und Perspektiven der Forschung. Band 1 (Ulrike Schildmann (Hrsg.), 2001)

Dieses Buch greift die Kategorien Behinderung, Geschlecht und Normalität auf und analysiert, inwiefern sich diese gegenseitig beeinflussen und welche Konsequenzen dies für Frauen mit Behinderungen hat, z.B. gravierende Auswirkungen auf die wahrgenommene „Attraktivität“, Partnerschaft, Sexualität, aber auch das Erwerbsleben und generell die Möglichkeiten einer selbstbestimmten Lebensführung.

Barrieren überwinden: Situation von Mädchen und Frauen mit Behinderung in Schleswig-Holstein (Brigitte Sellach u.A., 1999)

Eine Studie zur Situation von Frauen und Mädchen mit Behinderungen speziell in Schleswig-Holstein.

WeiberZEIT. Zeitung des Projekts „Politische Interessenvertretung behinderter Frauen des Weibernetz e.V.“. In Leichter und Schwerer Sprache. Erscheint vierteljährlich. (Weibernetz e.V. (Hrsg.)

Weitere Informationen zur Zeitung WeiberZeit. Hier finden Sie das Bestellformular für die WeiberZeit

Mehrdimensionale Diskriminierung: Das Recht behinderter Frauen auf Gleichberechtigung und seine Gewährleistung durch Art. 3 GG und das einfache Recht (Julia Zinsmeister, 2007)

Die rechtliche Benachteiligung bestimmter Bevölkerungsgruppen ist häufig auf das Zusammenwirken mehrerer Diskriminierungsmerkmale zurückzuführen. Die Untersuchung zeigt am Beispiel der Rechts-situation behinderter Frauen Ursachen und Formen der mehrdimensionalen Diskriminierung sowie geeignete Rechtsschutzmöglichkeiten auf.