Digitale Gewalt

Was tun? Wie helfen?

Niemand muss mit digitaler Gewalt alleine bleiben. Ein Beratungsgespräch bei einer Fachberatungsstelle kann helfen, aus dem Kreislauf von Angst und Hilflosigkeit auszusteigen und mit diesen Gefühlen besser umzugehen. Außerdem kann geklärt werden, wie man sich schützen und Unterstützung aus dem Umfeld holen kann.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, gegen digitale Angriffe vorzugehen. Viele Attacken sind Straftatbestände, wie etwa Beleidigung, Stalking, Identitätsdiebstahl oder Nötigung, gegen die man juristisch vorgehen kann. Dies kann ein wichtiger Schritt sein, um sich zu wehren und vor weiteren Angriffen zu schützen.

Im Falle eines straf- oder zivilrechtlichen Vorgehens ist es wichtig, die Beweismittel (z.B. bedrohende E-Mails) zu sichern und die einzelnen Aktionen zu dokumentieren. Auch bei einem anonymen Vorgehen sind digitale Angriffe oft gut nachvollziehbar, etwa über die IP-Adresse.

Auch Angehörige können sich, wenn dies von der betroffenen Person gewünscht ist, einschalten. Häufig hören die Täter auf, wenn sie merken, dass die Betroffenen nicht mehr alleine sind. Wenn Angehörige intime Aufnahmen oder Mitteilungen über eine ihnen bekannte Person erhalten, können sie diese speichern und die Betroffene informieren. In Absprache können Informationen über juristische Schritte eingeholt oder die Polizei kontaktiert werden. Auch hier gilt: Unterstützung sollte sich an den Bedürfnissen der betroffenen Person ausrichten, nicht an den eigenen.