K.O.-Tropfen

Rechtliche Schritte

GHB (Gamma-Hydroxybuttersäure) wird vom Körper innerhalb weniger Stunden bis unter die Nachweisgrenze abgebaut. Wichtig für eine mögliche Anzeige ist es also, möglichst umgehend Blut- und Urinproben sicherstellen zu lassen, da die Substanzen nur für wenige Stunden nachweisbar sind.

Dies kann von allen Hausärzt*innen, aber auch in den Ambulanzen aller Krankenhäuser und in rechtsmedizinischen Instituten erfolgen. Bei einem routinemäßigen Drogenscreening wird GHB nicht erfasst.

Betroffene können sich außerdem an die Polizei wenden:

Alleine die Betäubung einer anderen Person an sich ist strafbar und die nachfolgenden Taten können, gerade wegen des bewussten Einsatzes von Drogen, durch das Gericht als schwerwiegender gewertet werden.

Bei allen Sexualverbrechen unter Einsatz von K.O.-Tropfen kann es trotz der gestörten Erinnerung der betroffenen Mädchen und Frauen zu einer Verurteilung des Täters kommen.

Die Mitarbeiter*innen von Frauenberatungsstellen begleiten und unterstützen betroffene Frauen und Mädchen auf deren Wunsch sowohl bei der Anzeigenerstattung als auch im späteren Gerichtsprozess.