Symposium: "Therapie und Glaubhaftigkeit"

Ort: Berlin

Veranstalter*in: Das Bundesministerium der Justiz

In der Praxis wird potentiell Geschädigten von Straftaten nicht selten davon abgeraten, sich vor Abschluss des Strafverfahrens in psychotherapeutische Behandlung zu begeben, da dies die Glaubhaftigkeit ihrer Aussage beeinträchtigen könne. Betroffene können damit vor die schwierige Entscheidung gestellt werden, eine gesundheitlich erforderliche Behandlung zurückzustellen, um eine strafrechtliche Verfolgung nicht zu beeinträchtigen.

Das interdisziplinäre Symposium soll Experten und Expertinnen aus Rechtswissenschaft und Psychologie zusammenbringen, um verschiedene Aspekte dieser Problematik, den aktuellen Stand der Forschung und mögliche Implikationen für die Praxis vorzustellen. Eine Podiumsdiskussion wird zudem Gelegenheit geben zu einer intensiven Debatte über die besten Wege im Umgang mit traumatisierten Betroffenen von Straftaten, deren Aussagen im Rahmen des Strafverfahrens als Beweismittel verwendet werden sollen.

Die Einladung richtet sich an alle Akteure in Wissenschaft und Praxis, die durch die Glaubhaftigkeitsbegutachtung betroffen sind. Die Veranstaltung wird in hybrider Form stattfinden.

Es wird bald mehr Informationen geben.