„SUSE – sicher und selbstbestimmt. Frauen und Mädchen mit Behinderungen stärken“

Aktion Mensch bewilligt Gelder für neues bff-Projekt

Wir freuen uns sehr, dass die Aktion Mensch im September unseren Antrag auf eine 3-Jahres-Projektförderung bewilligt hat. „SUSE – sicher und selbstbestimmt. Frauen und Mädchen mit Behinderungen stärken“ – so wird das neue Projekt heißen und ab 1. Januar starten. SUSE soll gewaltbetroffenen Frauen und Mädchen mit Behinderung ermöglichen, Beratung in Anspruch zu nehmen und sich wirksam Unterstützung zu holen. Denn Studien zeigen, dass sie zwar überdurchschnittlich hoch von Gewalt betroffen sind, dabei aber nur selten Nutzerinnen des Hilfesystems sind. Anders als „Zugang für alle!“ legt „SUSE“ aber den Schwerpunkt vor allem auf die Vernetzung aller beteiligten Akteure - im Bereich der Anti-Gewalt-Arbeit und im Bereich der Behindertenhilfe und –selbsthilfe. Mit einbeziehen in die Vernetzung wollen wir zum Beispiel auch Selbstverteidigungstrainerinnen, Anwält_innen, Mediziner_innen, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte und Opferschutzbeauftragte der Polizei. Nicht zuletzt soll „SUSE“ von Frauen mit Behinderungen in allen Phasen mit konzipiert und durchgeführt werden. 

„SUSE“ möchte während der Projektlaufzeit ausloten, wie regionale Vernetzung funktionieren und nachhaltig sicher gestellt werden kann. Dafür wollen wir verschiedene Modellregionen auswählen und auf Regionalkonferenzen verbindliche Kooperationen anstoßen. Außerdem will „SUSE“ aufklären und dafür sorgen, dass Informationen über Gewalt und Interventionsmöglichkeiten die betroffenen Frauen auch wirklich erreichen. Deshalb wird „SUSE“ Teil der deutschlandweit inklusiven Anti-Gewalt-Kampagne, die der bff im nächsten Jahr anschieben wird. Die Kampagnenmaterialien und weitere Informationen und Ressourcen sollen auf der SUSE-Online-Plattform allen zugänglich gemacht werden.

Der bff freut sich sehr auf das neue Projekt und bedankt sich ganz herzlich bei der Aktion Mensch für die Unterstützung von SUSE.