Stellungnahme zu den Ergebnissen der "Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland"

Am 27. Mai 2013 hat das Robert Koch-Institut langerwartete Ergebnisse der repräsentativen "Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland" (DEGS1) veröffentlicht. Besondere Irritation löst das Ergebnis zur Täterschaft von Gewalt in der Partnerschaft von Frauen und Männern aus. Demnach gaben Frauen häufiger an, körperlich und psychisch gewalttätig gegen einen Partner gewesen zu sein als Männer. Ein Ergebnis, das im Widerspruch zu anderen Studien steht, die Frauen eher als Opfer denn als Täterinnen ausweisen. Es lässt vermuten, Frauen wären in einer Paarbeziehung gewalttätiger als ihre Partner.

Das Nationale Netzwerk Frauen und Gesundheit kritisiert in seiner Stellungnahme die Methode, mit der die Daten zu Gewalterfahrungen in der Studie erhoben wurden. So wurde beispielsweise nicht beachtet, dass in der Lebensrealität von Frauen und Männern Gewalt je nach Geschlecht anders erfahren wird und Gewalt auch anders bewertet wird.

Die Stellungnahme ist hier nachzulesen (Autorin: Dr. Petra Brzank):