Stadt Kiel verleiht bff-Vorstandsfrau Ursula Schele die Andreas-Gayk-Medaille

Am 21.01.2016 wurde die bff-Vorstandsfrau Ursula Schele mit der Andreas-Gayk-Medaille der Stadt Kiel ausgezeichnet. Diesen Preis erhalten Bürgerinnen und Bürger, die sich um das Wohl der Stadt Kiel verdient gemacht haben. Ursula Schele setzt sich seit vielen Jahren für gewaltbetroffene Frauen ein, hat 1979 den Frauennotruf Kiel mitgegründet und ist Leiterin des Präventionsprojektes Petze. Sie arbeitet im Bereich der Prävention von sexualisierter Gewalt und sexuellem Missbrauch und engagiert sich seit vielen Jahren für einen besseren Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt. Seit Gründung des bff vor 10 Jahren ist sie als Vorstandsfrau aktiv.

Dass das Thema sexualisierte Gewalt aktueller denn je ist, haben jüngst die Ereignisse in der Silvesternacht in Köln und anderen Städten gezeigt. In ihrer Dankesrede warnte Ursula Schele jedoch vor einer Vereinahmung des Themas für andere Zwecke: „Das Letzte, was wir jetzt brauchen, ist Populismus, Generalverdacht, Instrumentalisierung des Themas durch die Rechten oder politische Schnellschüsse und fix durchgewinkte Gesetze.“

Gleichzeitig machte sie auf die prekäre finanzielle Ausstattung der Frauenberatungsstellen aufmerksam. Bei seiner Gründung sei der Frauennotruf Kiel mit 5 vollen Stellen ausgestattet gewesen, heute seien es nur noch 2,4 Stellen, und das bei steigendem Beratungsaufkommen.

Die Verleihung der Andreas-Gayk-Medaille empfindet Ursula Schele als große Ehre, sowohl für sich, als auch für ihre Kolleginnen, die sich tagtäglich gegen Gewalt an Frauen engagieren.

Der bff ist sehr stolz auf seine Vorstandsfrau und gratuliert von Herzen zu dieser Auszeichnung. Die Rede von Ursula Schele anlässlich der Verleihung der Andreas-Gayk-Medaille ist hier zu lesen: Dankesrede Ursula Schele