Plakat- und Postkartenaktion - bff fordert: Vergewaltigung verurteilen!

In Deutschland erlebt jede 7. Frau mindestens einmal in ihrem Leben schwere sexualisierte Gewalt. Jährlich werden ca. 8000 Vergewaltigungen angezeigt. In 2012 erlebten nur 8,4% der Frauen, die eine Vergewaltigung anzeigten, die Verurteilung des Täters.

Um die Rechtslage betroffener Frauen zu verbessern fordert der bff eine Reformierung des §177 StGB.
Denn ein Nein der Frau oder auch Schreie reichen für eine Verurteilung oft nicht aus, weil dies nicht alle Voraussetzungen des §177 des Strafgesetzbuchs erfüllt. Die Betroffenen müssen sich körperlich wehren bzw. nur dann nicht körperlich wehren, wenn konkrete Gewaltdrohungen ausgesprochen wurden oder sie dem Täter schutzlos ausgeliefert sind. Durch die enge rechtliche Auslegung der „schutzlosen Lage“ werden zahlreiche sexuelle Übergriffe strafrechtlich nicht verfolgt. Denn es bleibt unberücksichtigt, dass häufig die gesamte Situation einer Vergewaltigung für Betroffene bedrohlich wirkt und sie sich ohnmächtig und hilflos fühlen.
Um dieses wichtige Thema in die Öffentlichkeit und den Fokus der Politik zu tragen, hat der bff eine Plakat- und Postkartenaktion gestartet. Die Plakate und Postkarten mit dem Slogan "Vergewaltigung verurteilen!" können ab sofort in der bff-Geschäftsstelle bestellt werden.

Für eine Reformierung des §177!

Hier geht es zum Bestellformular für die Plakate und Postkarten.