Gemeinsam vor Ort stark gegen Gewalt an behinderten Frauen und Mädchen

Erster regionaler Fachtag von „Suse“ im hessischen Wetterau-Kreis war ein voller Erfolg.

Vernetzung und Zusammenarbeit stärken – das Ziel des bff: Projekts „Suse – sicher und selbstbestimmt“ ist am vergangenen Freitag voll aufgegangen. Bei der ersten Suse-Fachtagung, ausgerichtet vom Frauennotruf Wetterau und dem bff kamen im hessischen Friedberg über 70 Fachkräfte und Interessierte zusammen, um gemeinsame Strategien im Umgang mit Gewalt gegen behinderte Frauen und Mädchen auszuloten.

In einem „World Café“ konnten u.a. Frauen mit Behinderungen, Mitarbeiterinnen aus Behindertenhilfe und Gesundheitswesen, Förderschullehrerinnen, Selbstbehauptungstrainerinnen und Beraterinnen der Anti-Gewalt-Arbeit sich austauschen und erste Kontakte knüpfen. Zuvor stellte die Sozialwissenschaftlerin Dr. Brigitte Sellach repräsentative Zahlen zur Gewaltbetroffenheit behinderter Frauen vor. Christa Mansky vom Frauennotruf Wetterau, Katharina Göpner und Rebecca Maskos berichteten vom Projekt „Suse“ auf regionaler und auf Bundesebene. Moderiert wurde die Tagung von Anita Eckhardt, Referentin des bff. Fabienne Metz vom Frauen-Notruf Wetterau und Hannelore Rabl von der Kreispolitik Wetterau sprachen Grußworte.

Das Projekt „Suse – sicher und selbstbestimmt“ soll dafür sorgen, dass regionale Vernetzungen aufgebaut werden, damit Hilfen besser ineinandergreifen. Oft kennen sich Fachkräfte der Behindertenhilfe und Fachkräfte der Anti-Gewalt-Arbeit vor Ort nicht. Deshalb sollen in fünf Modellregionen Netzwerke gegen Gewalt an behinderten Frauen und Mädchen entstehen. Eine regionale Fachtagung soll jeweils den Auftakt bilden für eine stabile und zuverlässige Vernetzung vor Ort. Der Wetterauskreis ist eine der fünf Modellregionen und hat mit seiner Tagung den Anfang gemacht.

ass die Arbeit von „Suse“ im Wetteraukreis sehr willkommen und ein dichtes Netzwerk dringend nötig ist, das signalisierten viele Teilnehmerinnen im Laufe des Fachtags immer wieder. Jetzt heißt es dranbleiben und die Leitungsebenen davon zu überzeugen, dass gute Arbeit in der Gewaltprävention und – Intervention auch ausreichend zeitliche und finanzielle Ressourcen benötigt.