Erfolgreiche bff-Tagung in Kassel: #menschenrechte: Fachberatungsstellen gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Konzepte für die Zukunft

Am 6. und 7. Dezember hat in Kassel die diesjährige bff-Tagung stattgefunden. Über 150 Teilnehmende aus Frauenberatungsstellen und Frauennotrufen waren aus dem gesamten Bundesgebiet angereist. Teresa Bücker von edition f analysierte in ihrem Vortrag zu #metoo die Rolle der Medien für die Verbreitung feministischer Debatten. Heike Rabe vom Deutschen Institut für Menschenrechte erläuterte, wie die Istanbul-Konvention für einen besseren Schutz von Frauen vor Gewalt genutzt werden kann und diskutierte anschließend in einem hochkarätig besetzten Panel die Möglichkeiten der praktischen Umsetzung der Istanbul-Konvention. Peggy Piesche ging in ihrem Vortrag auf die Geschichte der Schwarzen Frauenbewegung in Deutschland seit 1968 ein und verwies auf zahlreiche Leerstellen in der Geschichtsschreibung.

Neben den Vortragen und Panel-Diskussionen hatten die Teilnehmerinnen die Möglichkeit, sich in Workshops und Foren intensiver mit Themen wie Datenschutz, Presse- und Medienarbeit, Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz sowie Selfcare zu beschäftigen.

Zudem stellte Prof. Dr. Ariane Brenssel die Ergebnisse ihres Forschungsprojekts zu kontextualisierter Traumaarbeit vor, an dem in den letzten Jahren zahlreiche bff-Mitglieder beteilgt waren. In weiteren Panels ging es um die Digitalisiertung von Beratung sowie die rassistische Intrumentalisierung geschlechtsspezifischer Gewalt.

Am Abend stellte der bff die neue Kampagne "Was geht bei Euch - Beziehungen auf Augenhöhe" vor und stieß mit allen Teilnehmerinnen auf eine gelungene Tagung an. Einige Fotos der Veranstaltung sind auf Facebook zu finden. Danke an unsere Fotografin vor Ort Katrin Raabe.