Cinema for Peace präsentiert India´s Daughter in Berlin

Regisseurin Leslie Udwin diskutiert mit Vertreter/innen von NGOs. Mit dabei: Silvia Zenzen vom bff

Am 30. Juni präsentierte Cinema for Peace im Kino Babylon in Berlin den Film Indias´s Daughter. Regisseurin Leslie Udwin lässt in ihrem Dokumentarfilm sowohl die Angehörigen von Jyoti Singh zu Wort kommen, die nach einer Gruppenvergewaltigung in einem Bus an ihren schweren Verletzungen verstarb, als auch die Angehörigen der Täter und die Täter selbst. In ruhigen, nüchternen Bildern zeigt die Regisseurin die Folgen, die diese brutale Tat für alle Beteiligten hat und lässt dabei die Worte für sich selbst sprechen. Die Täter, die dem Opfer die Verantwortung dafür geben, dass sie überfallen wurde und die Angehörigen, die keine Antwort auf die Frage nach dem Warum finden können. India´s daughter ist ein Film, der wütend macht und gleichzeitig zeigt, dass Gewalt gegen Frauen kein Phänomen ist, das auf Indien beschränkt ist. Vielmehr lassen sich die Strukturen wie Gewalt geschieht und wie sie gerechtfertigt wird, auf Gesellschaften weltweit übertragen.

Im Anschluss an die Deutschlandpremiere diskutierten Regisseurin Leslie Udwin, die Schauspielerin und Unicef-Botschafterin Katja Riemann, Carola Klein vom Krisen-und Beratungszentrum Lara, Detlef Stüber von der Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V und Silvia Zenzen vom bff. Mehr Informationen zum Film. http://indiasdaughter.com/home/