bff veröffentlicht Positionspapier zu Akutversorgung nach Sexualdelikten: Situationsbeschreibung und Handlungsbedarf

Die Situation vergewaltigter Frauen und Mädchen ist durch eine niedrige Anzeigebereitschaft und eine niedrige Verurteilungsquote der Beschuldigten gekennzeichnet. Häufig ist jedoch bei den Betroffenen das Bedürfnis nach einer medizinischen Versorgung und gegebenenfalls einer Spurensicherung vorhanden.

Während in vielen Bundesländern das medizinische und befundsichernde Vorgehen nach einer polizeilich angezeigten Vergewaltigung weitgehend standardisiert geregelt ist, gibt es häufig große Versorgungslücken, wenn eine Anzeigeerstattung für die Betroffene zunächst nicht in Betracht kommt. Häufig finden diese Frauen dann keinen frühzeitigen Weg in das Hilfesystem und bleiben dadurch auch medizinisch unterversorgt. Es gibt kein auf einheitlichen Standards beruhendes, bundesweit etabliertes Konzept für die Versorgung nach einem sexuellen Übergriff, wenn keine polizeiliche Anzeige erstattet wird. Die Versorgungslage in den einzelnen Ländern und Kommunen ist sehr unterschiedlich.

Das nun vom bff veröffentlichte Papier beschreibt die derzeitige Situation der medizinischen und psychosozialen Versorgung nach einer Vergewaltigung, zeigt best practice Beispiele auf und weist auf die noch bestehenden Hürden bei der Umsetzung hin. Das Positionspapier zur Akutversorgung nach Sexualdelikten kann hier heruntergeladen werden: Download