bff demonstriert mit Pinkstinks gegen sexistische Werbung

Am 1. September fand in Berlin die erste Demo gegen sexistische Werbung statt. Rund 1000 Menschen waren dem Aufruf der Initiative Pinkstinks gefolgt und hatten sich vor dem Brandenburger Tor versammelt, hielten selbstgemalte Schilder in die Höhe und protestierten lautstark gegen das, was uns tagtäglich auf Werbeplakaten präsentiert wird: Halbnackte Frauenkörper, die uns permanente sexuelle Verfügbarkeit suggerieren. Um dagegen vorzugehen, hat Pinkstinks eine Petition an den Deutschen Werberat gestartet, für die auf der Demo noch fleißig Unterschriften gesammelt wurden. Eröffnet wurde die Kundgebung mit der Berliner Rapperin Sookee, die das Publikum zum Tanzen brachte und forderte: „No rape in keiner Form und in keiner Gestalt … Wir stehen nicht zur Verfügung, lasst uns tanzen!“ Auch die Musiker/innen Bernadette LaHengst, Doctorella und Dirk von Lowtzow der Hamburger Band Tocotronic ließen die Menge in Bewegung bleiben. Redebeiträge gab es von #Aufschrei-Aktivistin Kathy Messmer und Piratin Julia Schramm, dem Amt für Werbefreiheit, Terre des Femmes sowie dem bff. Katja Grieger aus der bff-Geschäftsstelle machte in ihrem Redebeitrag den Zusammenhang zwischen alltäglichem Sexismus und Gewalt deutlich und forderte lautstark: „Wir wollen nicht länger ertragen, dass Frauen als permanent verfügbar dargestellt werden! Wir wollen nicht länger ertragen, dass Frauen als Objekte dargestellt werden! Wir sind Subjekte unserer sexuellen Selbstbestimmung!“ und erntete damit tosenden Applaus.

Den Veranstalterinnen ist es nicht nur gelungen, das Thema sexistische Werbung in die Öffentlichkeit zu tragen, sondern auch ein breites Bündnis gegen Sexismus zu schaffen.

Nähere Informationen zu Pinkstinks gibt es auf folgender Homepage: www.pinkstinks.de. Der komplette Redebeitrag von Katja Grieger kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: