UN-Sonderberichterstatterin zu Gewalt gegen Frauen besucht Berlin

Die Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für Gewalt gegen Frauen, Rashida Manjoo, war in Berlin zu Gast und lud am vergangenen Freitag zu einem informellen Treffen ein.

Rund 20 Vertreterinnen verschiedener Frauenorganisationen nahmen an dem Treffen teil und informierten Frau Manjoo zu Themen wie Tötung von Frauen durch (Ex)-Partner, dem Umgangsrecht bei Vorliegen von Häuslicher Gewalt und berichteten von der Problematik der Verlängerung der Ehebestandszeit und der damit einhergehenden Verschärfung der aufenthaltsrechtlichen Regelungen im Kontext des Gesetzes zur Bekämpfung von Zwangsverheiratung.

Mit großem Interesse folgte Frau Manjoo den Ausführungen von Anita Eckhardt vom bff, die von der schwierigen Situation von sexualisierter Gewalt betroffener Frauen in Strafverfahren berichtete und diese Problematik am Beispiel des Kachelmann-Prozesses in Deutschland veranschaulichte.

Frau Manjoo betonte, wie enorm wichtig solche direkten Informationen für ihre Arbeit als Sonderberichterstatterin der UN seien. Nur durch konkrete Zahlen und Berichte aus den einzelnen Ländern könnten weitere wichtige Schritte für die Durchsetzung der Menschenrechte für Frauen gegangen werden. Abschließend gab Frau Manjoo einen kurzen Überblick über die Funktionsweise der Vereinten Nationen und die Arbeit von UN-ExpertInnen.

Der bff hat im Frühling 2011 ein Buch zu genau diesem Thema herausgegeben.
Die Publikation „Mit Recht gegen Gewalt – Die UN-Menschenrechte und ihre Bedeutung für die Soziale Arbeit“ gibt einen umfassenden Überblick über Menschenrechtsmaßnahmen der UN und die Wirkungsweise von UN-Konventionen.