bff-Ausbildung „Psychosoziale Prozessbegleitung“ 2020/21

Ort: Berlin und online

bff-Ausbildung „Psychosoziale Prozessbegleitung“
Durchgang 2021 / 2022

 

Viele Frauenunterstützungseinrichtungen bieten seit ihrer Gründung Prozessbegleitungen in Strafverfahren an. Insbesondere von Sexualstraftaten betroffene Mädchen und Frauen benötigen in Strafverfahren Hilfe und Unterstützung. Mit dem 3. Opferrechtsreformgesetz vom 21. Dezember 2015 wurde die Psychosoziale Prozessbegleitung als Mittel des Opferschutzes im Strafverfahren gesetzlich etabliert. Im Gesetz über die psychosoziale Prozessbegleitung im Strafverfahren (PsychPbG) wurden die entsprechenden Grundsätze, Anforderungen und Vergütung geregelt. Die Qualitätsstandards für die Psychosoziale Prozessbegleitung, die der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (bff) bereits 2012 herausgegeben hat, nahmen diese gesetzlichen Regelungen bereits vorweg. Die bff-Qualitätsstandards dienen ebenso wie das PsychPbG dazu, ein standardisiertes Vorgehen in der Begleitung zu erreichen, die Begleitung transparent zu machen und die Akzeptanz durch die Prozessbeteiligten zu sichern.

Zum vierten Mal bietet der bff für die Mitarbeiter*innen der spezialisierten Fachberatungsstellen und des Anti-Gewalt-Bereiches eine Ausbildung für die psychosoziale Prozessbegleitung an. Die Inhalte und der Umfang der Ausbildung sind auf die von der Konferenz der Justizminister*innen am 25./26. Juni 2014 verabschiedeten „Mindeststandards der Weiterbildung für die psychosoziale Prozessbegleitung“ abgestimmt. Die Ausbildung ist zertifiziert und in allen Bundesländern (außer Niedersachsen) anerkannt. Sie berechtigt die Absolvent*innen, sich in den jeweiligen Bundesländern und Gerichtsbezirken als Psychosoziale Prozessbegleiter*in registrieren zu lassen und Prozessbegleitung nach dem PsychPbG anzubieten und abzurechnen.

Die Seminarinhalte im Detail sowie Informationen zu den Referent*innen lassen sich dem unten herunterzuladenden Dokument entnehmen.

 

Teilnahmevoraussetzungen

·        abgeschlossenes Studium (Sozialpädagogik, Pädagogik oder Psychologie) oder eine vergleichbare Qualifikation (gesetzlich vorgeschrieben),

·        dreijährige Berufserfahrung in der psychosozialen Unterstützung Gewaltbetroffener,

·        berufliche Beschäftigung (haupt- oder nebenberuflich) in einer Frauen- und/oder Mädchenunterstützungseinrichtungen

Mitarbeiter*innen aus nicht dem bff angeschlossenen Fachberatungsstellen müssen nachweisen, dass sie auf Landesebene in Vernetzungsstrukturen mit anderen Fachberatungsstellen eingebunden sind und Qualitätssicherung Bestandteil der Tätigkeit der Fachberatungsstelle ist. Außerdem verpflichten sich die teilnehmenden Nicht-Mitglieder Prozessbegleitung nach den Standards des bff durchzuführen.

 

Bewerbung

Die Zahl der Teilnehmer*innen ist begrenzt. Mit der Anmeldung beginnt das Bewerbungsverfahren. Dazu sind folgende Unterlagen einzureichen:

·         Bewerbungsschreiben inkl. Motivationsdarstellung

·         Tabellarische Darstellung der beruflichen Qualifikation und Erfahrungen

Über die Auswahl der Bewerbenden entscheidet der bff.

Anmeldungen sollten bis zum 23.07.2021 unter prozessbegleitung@bv-bff.de erfolgen. Anfang August erhalten alle Bewerber*innen eine Rückmeldung zum Stand des Bewerbungsverfahrens.

 

Zertifikat

Die Erlangung des Zertifikates setzt die erfolgreiche Absolvierung aller Module voraus. Ferner wird die Einreichung einer Abschlussarbeit inkl. Durchführung und Dokumentation einer Prozessbeobachtung erwartet.

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung erhalten die Teilnehmer*innen ein entsprechendes Zertifikat, das zur Anerkennung als psychosoziale Prozessbegleiter*in dem Justizministerium des jeweiligen Bundeslandes vorgelegt werden kann.

 

Termine

Seminar 1: 13.10.-15.10.2021, Seminar 2: 15.12.-17.12.2021, Seminar 3: 09.03.-11.03.2022; die Seminare beginnen jeweils am ersten Tag um 11:00 Uhr und enden am dritten Tag um 16:00 Uhr.

Digitalseminar 1: 26.11.2021, 9 bis 13 Uhr, Digitalseminar 2: 04.02.2022, 9 bis 12 Uhr

 

Kosten

Die Kosten der Weiterbildung betragen für bei bff-Mitgliedern tätigen Berater*innen 1.750,- €. Für alle anderen betragen die Kosten 2.200,- €. Die Anmeldegebühr in Höhe von 500,00 € wird nach Zusage des Ausbildungsplatzes fällig. Die Restkosten können auf Wunsch in 2 Raten gezahlt werden.
In den Kosten für die Fortbildung enthalten sind Mittagsessen, Getränkeversorgung und Snacks während der vor Ort Veranstaltungen und der Unterricht mit den Ausbildungsmaterialien.
Anreise, Unterkunft, Frühstück sowie Abendessen sind von den Teilnehmer*innen selbst zu tragen.

 

Veranstaltungsort

Berliner Stadtmission

Jugendgästehaus Hauptbahnhof
- Tagen in Berlin -
Lehrter Straße 68
10557 Berlin