Land NRW streicht Fördermittel für Frauenberatung im Ennepe-Ruhr-Kreis

Das Land NRW hat dem "Runden Tisch EN gegen häusliche Gewalt" kurzfristig Gelder gestrichen, sodass die Beratung geflüchteter Frauen nun kaum noch stattfinden kann. 2015 hatte das Land gesonderte Gelder für die Beratung traumatisierter geflüchteter Frauen zur Verfügung gestellt. Der Beratungsbedarf war enorm. Seit Mitte 2015 hat die Frauenberatung EN über 850 Beratungsgespräche mit traumatisierten Frauen geführt. Allein im letzten Jahr waren es 280. Begründet wird die Streichung der Gelder mit nachlassender nachfrage aufgrund geringerer Zahlen neuankommender Asyslbewerberinnen. Von einem geringeren Bedarf an Beratung könne jedoch keine Rede sein, sagt Andrea Stolte von der Frauenberatung EN. Oft brauche es lange, bis betroffene Frauen sich Hilfe suchen, da Traumatiserungen sich häufig erst nach Jahren zeigen. Daher sei auch für das Jahr 2019 mit einem erhöhten Beratungsbedarf geflüchteter Frauen zu rechnen.

Die Zeitung WAZ berichtet ausführlich über der Streichung der Gelder für die Frauenberatung: www.waz.de