bff: Aktiv gegen digitale Gewalt

Fachberatungsstellen und die Digitalisierung geschlechtsspezifischer Gewalt

Ergebnisse einer Umfrage unter Frauenberatungsstellen und Frauennotrufen im bff

Im Frühjahr 2017 nahmen die Fachberatungsstellen, die dem bff angeschlossen sind, an einer Erhebung zu deren Erfahrungen und Einschätzungen zu digitaler Gewalt gegen Frauen und Mädchen teil.

Der bff veröffentlicht an dieser Stelle eine Expertise zur Auswertung der Umfrage. Die Expertise vermittelt einen Überblick über die Arbeit der Fachberatungsstellen zu digitaler Gewalt und bietet Informationen zu folgenden Punkten:

  • konkrete Gewaltformen, die momentan eine Rolle in der Beratungsarbeit spielen,
  • Fragen der Betroffenen, die Umgangsstrategien und rechtliche Schritte betreffen sowie
  • die Beschreibung bestimmter Lebenssituationen oder gesellschaftlicher Positionierungen, die Betroffene in einer spezifischen Form verletzbar machen.
  • Außerdem beantworteten die Fachberatungsstellen Fragen zu ihrer Kooperation mit der Polizei
  • sowie Fragen, die ihre Einschätzung bezüglich der Häufigkeit digitaler Gewalt und der Herausforderungen in ihrer Beratungspraxis betreffen.

Die Expertise schließt mit Forderungen des bff, die für die Umsetzung und Etablierung einer nachhaltigen Strategie gegen digitale Gewalt und für die Verankerung einer bedarfsgerechten Unterstützung von betroffenen Frauen und Mädchen notwendig sind.

Paper zu den rechtlichen Möglichkeiten digitaler Gewalt zu begegnen

Das Gunda Werner Institut hat ein E-Paper über "Kollektive Rechtsmobilisierung gegen digitale Gewalt" veröffentlicht.

Die Autorin Prof. Dr. Ulrike Lembke spannt dabei den Bogen vom Strafrecht und den bekannten Paragraphen der Volksverhetzung, Beleidigung und Belästigung über das ab 01.01.2018 in Kraft getretene und viel kritisierte Netzwerkdurchsetzungsgesetz bis hin zu rechtlichen Regulierungen im Kinder- und Jugendmedienschutz.

Weitere Informationen und das E-Paper zum Download sind auf der Homepage des Gunda Werner Instituts zu finden.

Das Paper kann auch hier heruntergeladen werden:

Umfrage von Amnesty International zeigt massive Auswirkungen digitaler Gewalt

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat im November 2017 die Ergebnisse einer Ipsos-Mori Umfrage veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen die Erfahrungen von Frauen im Internet und den Sozialen Medien mit digitaler Gewalt („abuse or harassment online“). Befragt wurden jeweils 500 Frauen zwischen 18 und 55 Jahren in Dänemark, Italien, Polen, Spanien, Schweden, Großbritannien, Neuseeland und den USA. Die Stichproben wurden so ausgewählt, dass die Ergebnisse der jeweiligen Länder für die Gruppe der Frauen repräsentativ sind.

Der bff veröffentlicht an dieser Stelle einen Überblick über die Ergebnisse der Umfrage:

Cyber violence against woman and girls - ein Bericht des EIGE (2017)

Das EIGE (European Institute for Gender Equality) hat im Juni 2017 ein Papier veröffentlicht, in dem ein kurzer Überblick über den aktuellen EU-weiten Forschungsstand zu Cybergewalt gegen Frauen und Mädchen gegeben wird.

Der Bericht wurde in englischer Sprache verfasst und kann hier heruntergeladen werden:

Der bff hat eine kurze Zusammenfassung des Berichtes in deutscher Sprache erstellt, der hier heruntergeladen werden kann: