internationalen Forschungsprojekt CEINAV unter Beteiligung des bff

Der bff arbeitete als Praxispartner aktiv im Projekt CEINAV - "Cultural Encounters in Intervention Against Violence" mit. Das dreijährige Projekt ist im September 2013 gestartet. Beteiligt waren Forscher_innen aus Deutschland (Prof. i.R. Carol Hagemann-White – Universität Osnabrück (Leitung des Gesamtprojekts) und Dr. Thomas Meysen – Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht in Heidelberg), England/Wales (Professor Liz Kelly – London Metropolitan University), Portugal (Professor Maria José Magalhães - University of Porto) und Slowenien (Associate Prof. Vlasta Jalusic – Peace Institute in Ljubljana). Das Projekt wird finanziert vom HERA‐Gesamtprogramm im Förderschwerpunkt „Kulturelle Begegnungen“.

Hintergrund des Projektes sind die in den letzten Jahren verstärkten Bemühungen nach europaweiten Standards für eine "gute Praxis" zur Überwindung von Gewalt gegen Frauen und Kinder. CEINAV untersucht in diesem Kontext das Aufeinandertreffen kultureller Unterschiede bei den Strategien zum Schutz von Frauen vor Partnerschaftsgewalt und sexueller Ausbeutung sowie von Kindern vor Misshandlung und Vernachlässigung. Insbesondere werden rechtliche Rahmenbedingungen und ihre Umsetzung in der Praxis sowie Fragen der Ethik und Gerechtigkeit, Zugehörigkeit und Bürgerrechte in den Blick genommen.

Informationen und Entwicklungen des Projekts sind auf folgendem Blog zu finden: http://ceinav-jrp.blogspot.de/

Buch Experiences of Intervention Against Violence

Ein weiteres Ergebnis des Projektes ist die Veröffentlichung des Buches "Experiences of Intervention Against Violence An Anthology of Stories. Stories in four languages from England & Wales, Germany, Portugal and Slovenia"

Die Geschichten in dieser Sammlung entstanden aus Interviews mit Frauen und Jugendlichen über ihre Erfahrung mit Intervention nach Misshandlung, Vernachlässigung und/oder sexueller Ausbeutung. Die Gespräche wurden im Rahmen des Forschungsprojekts “Cultural Encounters in Intervention Against Violence (CEINAV)” in vier Ländern – England & Wales, Deutschland, Portugal und Slowenien – geführt. Vermittelt durch Fachberatungsstellen konnten die Forscher_innen mit betroffenen Frauen und Jugendlichen sprechen, die einen Minderheiten- oder Migrationshintergrund haben, und sie bitten zu erzählen, wer interveniert hatte, was hilfreich gewesen war und was nicht.

Das Buch ist als Printversion aber auch online frei erhätlich.