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| GEWALT GEGEN FRAUEN |
Die Weltgesundheitsorganisation bezeichnet Gewalt gegen Frauen als eines der größten Gesundheitsrisiken von Frauen weltweit. Lange Zeit war das Thema vollständig tabuisiert. Fraueneinrichtungen begannen in den 1970er Jahren damit, das Thema öffentlich zu machen. Bis heute ist es ein notwendiges Anliegen von Frauenberatungsstellen und Frauennotrufen, über Gewalt gegen Frauen zu informieren und Betroffene zu unterstützen.
Die erste bundesdeutsche Repräsentativuntersuchung zu Gewalt gegen Frauen hat ergeben, dass insgesamt 40 % der in Deutschland lebenden Frauen in ihrem Erwachsenenleben körperliche oder sexualisierte Gewalt oder beides in unterschiedlicher Schwere, Ausprägung und Häufigkeit erlebt haben. Bei den Tätern handelt es sich überwiegend – aber nicht ausschließlich – um männliche Partner oder Expartner.
Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter, beispielsweise
- Sexuelle Belästigung
- Demütigung
- Beleidigung
- Prügel
- Bedrohung
- soziale Kontrolle
- sexuelle Nötigung
- Stalking
- Vergewaltigung
Die Betroffenen kommen aus allen sozialen Schichten mit unterschiedlichsten Bildungsniveaus und kulturellen Hintergründen. Mit Gewalt konfrontierte Frauen passen in keine Schublade.
Schauplätze dieser Gewalt sind nicht nur der Arbeitsplatz oder die Straße. Viel häufiger als in der Öffentlichkeit wahrgenommen, spielen sich Szenen der Gewalt hinter der eigenen verschlossenen Tür ab.
Viele der betroffenen Frauen fühlen sich hilflos. Scham und Angst vor Gerede oder weiteren Übergriffen hemmen sie, ihre Rechte einzufordern und Hilfe zu suchen. Dieser Teufelskreis kann durchbrochen werden.
Frauen haben ein Recht auf ein Leben in Freiheit und Würde und auf körperliche und seelische Unversehrtheit.
Aus diesem Grund bieten Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe Unterstützung an. Hier steht der Schutz der Frauen in jedem Fall im Vordergrund.
Kennen Sie eine betroffene Frau oder haben Sie selbst Gewalt erlebt, so zögern Sie nicht und wenden sich an eine Unterstützungseinrichtung. Es kann Ihnen professionell geholfen werden.
Literaturtipp
Prävalenzuntersuchung zu Gewalt gegen Frauen:
Schröttle, Monika; Müller, Ursula (2004). Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland. Eine repräsentative Untersuchung zu Gewalt gegen Frauen in Deutschland. Im Auftrag des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Kurzfassung als PDF: bv-bff.de
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Dokument: 72 | 2009-08-06 14:05:51 |
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