BUNDESVERBAND FRAUENBERATUNGSSTELLEN (BVF E.V.)


Vor Gründung des Bundesverbandes der Frauenberatungsstellen waren die Frauenberatungsstellen hauptsächlich vor Ort mit anderen Einrichtungen vernetzt, Landesarbeitsgemeinschaften bestanden kaum, jährliche Tagungen wie die der Frauennotrufe gab es nicht.
Der Wunsch nach einer bundesweiten Vernetzung der Frauenberatungsstellen wurde im Rahmen der öffentlichen Diskussion zu Gewalt gegen Frauen in Beziehungen immer dringlicher.
Der Dachverband der autonomen Frauenberatungsstellen in NRW ergriff 2001 die Initiative zu recherchieren, welche Frauenberatungsstellen in den einzelnen Bundesländern existieren, nach welchen Konzepten sie arbeiten und inwieweit ein Interesse an einer bundesweiten Vernetzung besteht.
Im November 2001 fand eine bundesweite Tagung mit 21 Delegierten aus 14 Ländern statt, mit dem Ergebnis, den bundesweiten Zusammenschluss der Frauenberatungsstellen weiter voranzu­treiben. Nach zwei weiteren Treffen wurde im November 2003 der Bundesverband der Frauen­beratungsstellen e.V. gegründet.
Zuletzt waren 110 Frauenberatungsstellen aus 14 Bundesländern im BVF vernetzt; Beratungs­stellen aus dem Saarland und Bremen fehlen noch.
Ziele des Bundesverbandes der Frauenberatungsstellen (BVF e.V.) sind: die Verbesserung der Situation von Frauen in der Gesellschaft und Abbau von Benachteiligung und Diskriminierung von Frauen; die Vernetzung der Frauenberatungsstellen in der Bundesrepublik Deutschland, die schwerpunktmä­ßig gegen Gewalt in Beziehungen, sexuali­sierte Gewalt und strukturelle Gewalt arbeiten; die Qualitätsentwicklung und –sicherung in der Arbeit der Frauenberatungsstellen, Öffentlichkeitsarbeit zum gesellschaftspolitischen Unterschied der Lebensumstände von Frauen und Männern und den daraus resultierenden psychosozialen Themen von Frauen; die Förderung der europäi­schen und internationalen Vernetzung von Frau­enberatungsstellen sowie die Interessenvertretung der angeschlossenen Frauenberatungsstellen insbesondere gegenüber dem Bund in wirtschaftli­cher und politischer Hinsicht.
Im Gegensatz zu den Frauennotrufen erhielt der Bundesverband der Frauenberatungsstellen keine laufende finanzielle Förderung. Aufgrund des großen Engagements der Frauen und mit punktueller finanzieller Unterstützung des BMFSFJ war es aber möglich, innerhalb von zwei Jah­ren den Bundesverband der Frauenberatungsstellen e.V. zu gründen und weiter auszubauen.
Ähnlich wie im Verband der Notrufe wurden Mitarbeiterinnen aus den Ländern in die Verbands­arbeit delegiert, um dort die Interessen der Beratungsstellen in den Ländern einzubringen und den Informationsfluss zwischen Verband und einzelnen Einrichtungen zu gewährleisten.
Seit Gründung des gemeinsamen Verbandes Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe ruht die Arbeit des Bundesverbandes der Frauenberatungsstellen.



Dokument drucken  Nach oben  Dokument: 35 | 2006-05-18 01:16:26
     
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