BUNDESVERBAND AUTONOMER FRAUENNOTRUFE (BAF E.V.)


Vor dem Aufbau des Bundesverbandes der Frauennotrufe waren die meisten der etwa 120 Frauennotrufe bereits vor Ort mit anderen Ein­richtungen in Gre­mien und Arbeitskreisen vernetzt. In einigen, aber nicht allen Bun­des­ländern, gab es Landesar­beitsgemeinschaften der Frauennot­rufe. Eine bun­desweite Ko­ordi­nation und Zusammenarbeit er­folgte seit vielen Jahren über das einmal jährlich statt­findende „Bundesweite Notruftreffen“. Insbe­sondere die langen Zeiträume zwischen den bundesweiten Treffen sowie die wechselnde Teil­nahme verschiedener Notrufe und die fehlende Koordinierung gemeinsamer Arbeit schränkten die Effektivität dieser Treffen im Hinblick auf die Zusammenar­beit und das Verfolgen gemeinsamer Ziele stark ein.
Aus der Notwendigkeit einer verbesserten bundesweiten Zusammenarbeit heraus wurde unter der Trägerschaft des Frauennotrufs Kiel eine Bundesvernetzungsstelle der Notrufe eingerichtet. Von September 1999 bis August 2002 übernahm das Bun­desministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Anschub­finanzierung für das Vorhaben. Der Ende 2002 gegründete Bun­desverband (BaF e.V.) wurde für weitere zwei Jahre (bis 31. Oktober 2004) ebenfalls hauptsäch­lich durch das Bun­desministerium finanziert. Die Frauennotrufe waren aufgrund der er­folgrei­chen Arbeit des Verbandes bereit, relativ hohe Mitgliedsbeiträge zu zahlen. Über diese und den Verkauf von Materialien konnte in den vergangen beiden Jahren ein Eigenanteil an der Finanzie­rung ge­leistet werden.
Zweck des BaF e.V. war es, Frauennotrufe in der Bundesrepublik organisiert zusammenzu­schlie­ßen und die Koordination und Vernetzung auf Bundes- und EU-Ebene mit anderen Frauenpro­jekten und Netzwerken im Bereich des Opferschutzes und der Gewaltprävention zu fördern.
Der Bundesverband autonomer Frauennotrufe verfolgt darüber hinaus die Ziele, die
gesellschaftliche und politische Bewusstseinsbildung zu fördern, Öffentlichkeitsarbeit zum Thema (sexualisierte) Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu stärken, die Arbeit der Frau­ennot­rufe zu qualifizieren und zu effektivieren sowie die Mitgliedsorganisationen beim Aufbau und Erhalt ihrer Bera­tungsstellen zu unterstützen.
Seit der Gründung des gemeinsamen Bundesverbandes Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe ruht die Arbeit des Bundesverbandes der Frauennotrufe.



Dokument drucken  Nach oben  Dokument: 34 | 2006-05-18 01:16:01
     
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